Ostern für Tafelkunden

Die Tüten für die Lebensmittelausgabe sind gepackt. Für einen Ostergruß reicht die Zeit auch noch. Foto: RG

Zwanzig ehrenamtliche Helfer sorgten vor Karfreitag bereits am Donnerstag dafür, dass Menschen, die Unterstützung von der Tafel benötigen, Ostern einen gedeckten Tisch haben.

“Wir sind nicht sicher, ob die Lebensmittel heute reichen”, befürchtete Dominik Adolphy aufgrund des Andrangs vormittags. Ausnahmsweise hatte die von der Nachbarschaftshilfe Corona organisierte Tafelausgabe schon eine Stunde früher die Türen geöffnet und viele Tafelkunden nutzen die Möglichkeit vor Ostern noch einmal Lebensmittel abzuholen. Aufgrund des Feiertags fand die Ausgabe einen Tag früher als üblich, bereits am Donnerstag statt.

Familien mit Kindern konnten an diesem Tag auch ein Buch, ein Oster-Bastelset oder einen Schokoladenosterhasen mit nach Hause nehmen. Sarah Wilbert hatte in der Buchhandlung Weber eine anonyme Buchspende erhalten und die dann für die Tafelkinder mit einer eigenen Spende aufgestockt. Die Schokohasen gab es von den Rotariern und Silvia Scheffel von Blumenfreund, hat die Bastelsets gespendet.

Es war die dritte Ausgabe, die mit fachlicher Anleitung und Unterstützung von Guiseppe stattfand. Guiseppe wird in diesem Jahr 66 Jahre alt. für die Tafel arbeitet er bereits seit elf Jahren. Aufs Foto wollte er nicht. “Dann sprechen mich wieder die Leute auf der Straße an. Ich brauch nicht aufs Foto. Wer Guiseppe nicht kennt, ist selber schuld”, scherzt er.

Inzwischen hat das Team Routine entwickelt und auch die Tafelkunden finden sich in der neuen Ausgabesituation schnell zurecht, halten den notwendigen Abstand und helfen diszipliniert mit, damit alles reibungslos läuft.

Falls an diesem Vormittag die Lebensmittel ausgehen, bevor die letzten Tafelkunden da waren, kann die Nachbarschaftshilfe Corona auf Unterstützergelder zurückgreifen. Neben einer Spende zur Anschubfinanzierung aus dem Erzbistum Köln, hat nun auch die Aktion Mensch etwas gespendet, damit niemand hungrig nach Hause gehen muss und die Kosten der Nachbarschaftshilfe gedeckt sind. Sollte es am Ende dennoch eng werden, hat die Stadt bereits zugesagt zu unterstützen.

An diesem Donnerstag haben die Lebensmittel dann doch noch gereicht. Einige Tüten sind sogar übrig geblieben. “Die hat foodsharing dann abgeholt, um sie ins Zack nach Düsseldorf-Flingern zu bringen. Dort werden Obdachlose mit den Lebensmitteln versorgt”, freute sich Dominik, dass wirklich alles für die Hilfe Bedürftiger verwendet werden kann.


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