“Neanderthal Tower” für die Neanderhöhe?

Gewerbegebiet oder Neanderthal Tower? Gunnar Greuel ist ganz klar für "seinen" letzteren Vorschlag Foto: Tanja Bamme

Das Thema Neanderhöhe beschäftigt die Gemüter der Erkrather seit Monaten. Mit der kürzlich initiierten Fällung der ersten Bäume nimmt das Vorhaben erste, sichtbare Ausmaße an. Für Gunnar Greuel allerdings kein Grund, seine Idee eines „Neanderthal Towers“ wieder in der Schublade verschwinden zu lassen.

Der Erkrather Bürger Gunnar Greuel möchte das Gelände, welches als Gewerbegebiet geplant wird, dem Tourismus zuschreiben. „Ich stelle mir einen Turm vor, der dem Düsseldorfer Rheinturm nachempfunden ist“, so Greuel, der sich bereits weitere Gedanken gemacht hat. „Von dem Turm aus hätte man eine gute Übersicht über das gesamte Neandertal und einen Großteil des Kreises Mettmann. Zudem könnte die Stadt dauerhaft Geld einnehmen, Tourismus ist ein lukratives Geschäft”, ist sich der Erkrather sicher.

Bereits im vergangenen Jahr informierte Gunnar Greuel die Fraktionen über sein Vorhaben, eine Antwort hat er bisher allerdings keine erhalten. „Ich habe aber auch nicht mehr nachgehakt“, gibt er ehrlicherweise zu. Positive Resonanz hat er hingegen aus der Bürgerschaft erhalten. „Die Menschen, mit denen ich mich unterhalten habe, finden meine Idee gut und würden sie unterstützen.“ Feste Zahlen oder preisliche Fakten kann Gunnar Greuel zwar nicht vorweisen, orientiert sich bei Schätzungen allerdings an dem Düsseldorfer Vorbild. „Der Fernsehturm hat nach meinen Informationen bis zu 900 Besucher täglich. Das sind über 300.000 Besucher im Jahr. Das Neandertal ist ebenfalls ein beliebter Ausflugsort und unser Turm könnte eine Ergänzung zu dem touristischen Angebot sein“, mutmaßt Greuel.

Neu ist die Idee eines Aussichtsturms aus der Feder Greuels nicht. Bereits die geplante Aussichtsplattform am Fundort des Neandertalers wollte Greuel einmal überplanen. „Mir ist wichtig, dass der Turm barrierefrei für alle Menschen nutzbar ist. Der zunächst geplante Aussichtsturm sah eine Rampe vor, die eine unmöglich zu überwindende Steigung aufwies.“ Mit einem ganzen Fragenkatalog möchte sich der Erkrather Bürger erneut an die Politik und die Verwaltung richten. „Ich möchte wissen, ob dieses Projekt eine Chance hat, im Stadtrat diskutiert zu werden“, heißt es in seinem handschriftlich ausgearbeiteten Anschreiben.

Deutliche Worte zu der Idee von Gunnar Greuel gibt es auf Nachfragen der Redaktion allerdings aus dem Rathaus. „Für die von Herrn Greuel vorgeschlagene Fläche mit dem Bebauungsplan Nr. H 55 – Neanderhöhe –  liegt bereits seit dem 01. August 2019 ein rechtskräftiger Bebauungsplan vor. Dieser wurde am 26. Februar 2019  vom Rat der Stadt Erkrath beschlossen. Die darin enthaltenen Festsetzungen und planerischen Vorgaben lassen die Errichtung eines Towers nicht zu“, schreibt Pressesprecher Thomas Laxa.


Du liest erkrath.jetzt gern und regelmäßig?

Unabhängiger Journalismus kostet Zeit und Geld. Unterstütz uns mit einer Spende, einmalig oder regelmäßig, auf unser Konto, über betterplace.org oder Paypal.
Vielen Dank!

Auf unser Konto spenden:

Freie Journalisten eG
IBAN: DE23 3406 0094 0002 0516 39

Spenden kannst Du auch über betterplace.org oder via Paypal

Jetzt Spenden! Das Spendenformular wird von betterplace.org bereit gestellt.

1 Kommentar

  1. Herr Gunnar Greuel hat immer tolle Ideen die sich aber nicht verwiklichen lassen – denke da nur ann seinen Plan eine Eislaufbahn zum Weihnachtsmarkt in Hochdahl zu bauen – nie realisiert worden weil zu teuer. Der Mann hat viele Hirngespinnste!!!!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*