Moorschnucken wurden von Hund verletzt

Biostation Haus Bürgel

Symbolbild Moorschnucken, Schafe/ Pixabay: therapieborkum

Mitte vergangener Woche ist die Wanderschafherde im eingezäunten Pferch in der Nähe des Sandbergs von einem Berner Sennenhund angegriffen worden. Der Hund war nicht angeleint und ist durch ein Loch im Zaun zur Herde vorgedrungen und hat die Herde über eine Stunde gehetzt.

Die Hundehalterin hat daraufhin selbst die Polizei angerufen, um wieder an ihren Hund im Gehege zu kommen. Als die Schäferin den Pferch erreichte bot sich ein trauriges Bild. Acht Tiere wurden nach derzeitigem Kenntnisstand verletzt, ein neugeborenes Lamm hat ein Bein gebrochen und mehrere Tiere waren so geschwächt und erschöpft, dass sie von der Herde entfernt und zum Hof gebracht werden mussten. Es kann sein, dass ein Teil der Tiere auch noch später verendet oder notgeschlachtet werden muss. Der Tierarzt hat anschließend einige der offensichtlich verletzten Tiere notbehandelt. Ferner kann das Ereignis zu Fehlgeburten bei tragenden Tieren führen.

Genau um solche Vorfälle zu verhindern, hat die Biostation Haus Bürgel die Beweidung in der Presse angekündigt und auf zahlreichen Infoschildern darum gebeten, dass Hunde angeleint werden sollen. Zusätzlich begleiten Ehrenamtler die Schäferin und suchen das Gespräch mit Hundehaltern. „Die Bitte zum Anleinen wird offensichtlich nicht befolgt, mit leider schwerwiegenden Folgen“, teilt Michael Schoch in einer Pressemitteilung mit.

Am vergangenen Wochenende hatte die Biostation zu Veranstaltungen mit der Schäferin eingeladen. Über 150 Interessierte kamen und waren besonders von den jungen Lämmern begeistert. Die Hütehündin Lotte hat ihr Können perfekt unter Beweis gestellt. Der leiseste Zuruf der Schäferin reichte, und der Pudelmischling führte die Herde zur nächsten Futterstelle. Die Beweidung dauert voraussichtlich noch bis Sonntag den 25. Juli. Im September kommen die Schafe wieder. Die Biostation und die Schäferin bitten um größtmögliche Rücksichtnahme.

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