Mit ‘steinzeitlich’ neuem Konzept

Zur 'Urzeit' gehören köstliche Cocktails mit und ohne Alkohol. Foto: Lutz Wulfestieg

Am vergangenen Samstag war es auch im Neandertal No.1 nach der wochenlangen Schließung endlich so weit: Wiedereröffnung.

Sich mitten in der Krise ‘neu erfinden’, das hat Caterina Klusemann mit Unterstützung vieler Helfer gewagt, damit das Neandertal No. 1 die Krise überstehen kann. Bevor sich am letzten Samstag um 18.30 Uhr die ersten Gäste angemeldet hatten, trafen sich am Nachmittag noch einmal Freunde und Unterstützer des Neandertal No.1. Es gab einen Grund zu feiern, denn das Neandertal No. 1 ist drei Jahre alt geworden. Zum Geburtstag gab es dann natürlich die neuen Cocktails und ‘Häppchen’ nach Paleo-Rezepten.

“Ich weiß noch, wie wir vor drei Jahren angefangen haben. Zur Eröffnung waren gerade einmal zehn Gäste anwesend”, erinnerte sich Caterina Klusemann. Sie erzählte von der Entwicklung in den vergangenen drei Jahren, von den Hochzeiten und Feiern im Neandertal No. 1. “Machen wir gerade nicht mehr”, kommentierte sie und erzählte von dem Umbau der Höhle, bei dem die ‘Idee vom Ursprung’ aufkam. “Jetzt hatten wir Zeit, diese Idee auszuarbeiten”, erklärte sie, wie sie und Unterstützer die Zwangspause genutzt haben. Zwei, die am neuen Konzept tatkräftig mitgewirkt haben, sind Cocktailfachmann Fernando Enrique Penate und die Foodbloggerin Irena Steinjan, die leckere Dessert-Ideen beisteuerte. Oliver Weisskopf (OliWe Films) hat alles passend ‘ins Bild gesetzt’. Über das neue Konzept berichteten wir hier.

Caterina Klusemann vergaß nicht, sich bei all denen zu bedanken, die über verschiedene Spendenaktionen dazu beigetragen haben, dass das Neandertal No. 1 den Tag der Wiedereröffnung überhaupt erleben konnte. “Wir hätten ohne diese Hilfe nicht überlebt”, sagte sie. Über die Crowd Funding Aktion ‘Höhlenretter werden‘ bei GoFundMe haben Spender dafür gesorgt, dass das Neandertal No. 1 die Raten für den Höhlenumbau weiter finanzieren konnte. Aber auch von anderer Seite gab es Spenden und Aktionen, deren Erlös geholfen hat, die Krise in den letzten Wochen zu meistern. Etwa von dem Erkrather Künstler Ralf Buchholz, der eine auf 25 Exemplare limitierte Edition von persönlich signierten Linoldrucken zugunsten des Neandertal No. 1 herausgegeben hat.

Zum dreijährigen Bestehen gab es dann auch noch ein Geschenk: Künstler Jan Wolters hat in seiner Serie ‘Lichtprofile’ ein Lichtprofil des Neandertal No. 1 gemalt und es vor der Wiedereröffnung an Caterina Klusemann übergeben.

© Lutz Wulfestieg

Am ersten Abend lief der ‘Ursprung’ noch nicht rund. Auch wenn viele Gäste begeistert waren, gab es auch Kritik. Caterina Klusemann schrieb dazu auf der Facebookseite des Neandertal No. 1: “Ihr Lieben: uuuuh war das Wasser kalt, gestern Abend! Viele Gäste und wir noch ohne Abläufe, haben Zutaten bei den Tapas vegessen, Urbrühen unterwürzt und ein Fleischexperiment ist ganz gescheitert… Aber: @eli.ilm hat so gut Cocktails gemixt, das hat sehr geholfen, und heute üben wir weiter, hoffentlich wird das Wasser sich bald wärmer anfühlen! Bis wir das souverän meistern werden alle mutigen Gäste mit den tollen Desserts von @flottelottehaan belohnt.”

Am nächsten Abend lief dann alles so, wie Caterina es sich gewünscht hatte. Sie schrieb dazu: “Am zweiten Abend lief es soooo viel besser, und man hat es geschmeckt, die Grillplatten die Lina vorbereitet hat waren ratzfatz weg, Ich hab kein Foto schnappen können. Das Steak mit den gerösteten Knoblauch, Mais und Gemüse war der Renner, aber die Pilze mit Thymian, der Lachs al Cartoccio, die Gänse-Wachtel-Hühnereier haben alle geklappt. Zur Urbrühe muss ich gleich etwas erzählen, was ich heute morgen entdeckt hab…” Und das sah dann so aus:

Caterina schreibt dazu: “Gestern Abend war ein junger Gast SEHR zufrieden mit der Urbrühe-beste Suppe, und bestes Essen insgesamt JE, sagte sie. Sie hat uns diese Bewertung vor dem Haus hinterlassen. Beste Bewertung JE ‘1a ist die Suppe mit Nudeln und Erbsen’.”

Damit auch die Gäste versöhnt sind, die am ersten Abend unzufrieden waren, verspricht sie “Es tut mir nur für die Gäste vom ersten Abend leid, wir haben noch nicht das ganze Team wieder vereint, und im Chaos haben wir unsere Gerichte nicht gut serviert. Das möchte ich bitte ändern, ALSO: alle die Samstag da waren dürfen noch mal, wir laden Euch ein damit es das Erlebnis wird, das es sein sollte.”


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