Mehr Geld für Sportveranstaltungen

Auch der Neandertallauf musste abgesagt werden Foto: Archiv/tb

Einstimmig haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Schule und Sport gestern Abend für die Änderung der Richtlinien der Stadt für die Gewährung von Zuschüssen an Vereine und Verbände ausgesprochen. Der Hintergrund liegt gleich in mehreren Argumenten begründet. So lassen sich in der alten Fassung der Richtlinien nicht nur „krumme“ Umrechnungszahlen aus ehemaligen DM- Beträgen finden, auch die Zuschussvergabe für Sportveranstaltungen gestaltete sich in der Vergangenheit schwierig.

„Diese Art der Veranstaltung ist bei der Erstellung der Richtlinien von der Wirtschaftsförderung damals schlichtweg nicht berücksichtigt worden“, erläutert Sozialdezernent Ulrich Schwab- Bachmann auf Nachfrage der Redaktion.

So beantragten die Veranstalter des Neandertallaufes (TSV Hochdahl, TuS Erkrath sowie der Lauftreff Alt-Erkrath) für die Durchführung ihrer Veranstaltung im vergangenen Jahr im Zuge gestiegener Sicherheitsmaßnahmen 1800 Euro. Eine Summe, die auf Grund der Richtlinien nicht bewilligt werden konnte. Um diesem Zustand Abhilfe zu schaffen, soll künftig der Stadtsportverband Erkrath als Dachverband pauschal 3.000 Euro für solche und ähnliche Veranstaltungen übermittelt bekommen. „Somit obliegt es dem Stadtsportverband, die Gelder aufzuteilen“, so Schwab- Bachmann, der auf rege Zustimmung -auch von Seiten der Vorsitzenden Edeltraud van Venrooy- stößt. Diese verwies nochmals nachdrücklich auf die Sicherheitsproblematik und führte an, dass es in Zukunft noch schwieriger für Vereine werden könnte, würde die Polizei ihre Unterstützung bei solchen Veranstaltungen einstellen. „Dann kommen wir auch mit den 1.800 Euro nicht aus“, ist sich die Vorsitzende sicher. Für Ulrich Schwab- Bachmann muss dann eine kreis- und auch landespolitische Entscheidung fallen. „Noch steht nicht fest, ob künftig auf Polizeiunterstützung verzichtet werden muss. Sollte dies irgendwann der Fall sein, ist Erkrath nicht als einzige Kommune betroffen. Dann muss umgedacht werden.“

Die Entscheidung wird im kommenden Jugendhilfeausschuss am 21. November, im Haupt- und Finanzausschuss am 3. Dezember und im Rat am 12. Dezember weiter beraten.

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