Mediencafé goes online

Kreis Mettmann

Symbolbild Pixabay: 8212733

Methoden der Digitalisierung von Unterrichtsszenarien kennenzulernen – das war die Idee, mit dem das „MedienCafé“ für Lehrkräfte eigentlich schon im vergangenen Herbst mit mehreren geplanten Präsenzworkshops an den Start gehen wollte. Dabei sollte es auch ganz praktisch zugehen.

Hands-On für alle Interessierten, die einen 3D-Drucker, einen programmierbaren Roboter oder neue Unterrichts-Apps auf dem Tablet ausprobieren wollten. Nachdem jedoch klar wurde, dass es coronabedingt lange Zeit keine Workshops in Präsenz geben würde, modifizierten das Medienzentrum und das Regionale Bildungsbüro des Kreises das ursprüngliche Konzept. Aus Präsenzlernen wurde Lernen per Videokonferenz.

Einige Themen wurden zusätzlich aufgenommen, wie das Unterrichten per Videokonferenz oder der Umgang mit einem iPad in unterschiedlichen Anwendungen und Fächern. Hoch im Kurs stand bei den insgesamt mehr als 800 Lehrkräften und Schulsozialarbeitern das Thema Medienkompetenzbildung. Zahlreiche Referenten informierten zur Prävention von Cybermobbing, zum Umgang mit Social-Media-Plattformen wie TikTok oder mit Sexting in Klassenchats bei WhatsApp. Dabei waren einige Themen besonders auf Altersstufen und Schulformen abgestimmt, sodass sich die Lehrkräfte zielgenau ihr individuelles Workshopangebot zusammenstellen konnten.

In knapp sechs Monaten fanden so 30 Workshops und Informationsveranstaltungen statt – alle online und in der Spitze mit bis zu 70 Teilnehmern. Einige Workshops wurden mehrfach wiederholt, um die große Nachfrage zu bedienen.

Überraschend für die Veranstalter waren zwei scheinbar widersprüchliche Erkenntnisse: Es gab einerseits großes Bedauern, dass Gemeinschaftserlebnisse und persönlicher Austausch wegfielen. Gleichzeitig gab es jedoch Zuspruch für das unkomplizierte und zeitsparende gemeinsame Lernen per Videokonferenz. Zumal der Anspruch von Medienzentrum und Regionalem Bildungsbüro war, dass alle Referenten möglichst viele und unterschiedliche Apps und Methoden der Stoffvermittlung einsetzten. So erfuhren die Lehrkräfte sehr anschaulich, wie etwa Quiz-Apps, Umfragetools oder digitale Pinnwände sich kinderleicht in den (Distanz-)Unterricht einbinden lassen.

Andreas Erhard, pädagogischer Mitarbeiter im Regionalen Bildungsbüro: „Wir haben die Erfahrungen aus der Organisation verschiedener Fachtage in zweistündige Lerneinheiten umgesetzt. Das hat hervorragend funktioniert.“ Auch der Leiter des Medienzentrums, Michael Buckert, ist mehr als zufrieden mit der Bilanz der digitalen Weiterbildungsinitiative: „Die Arbeit hat sich gelohnt. Das Feedback der Teilnehmer war enorm positiv. Vielfach wurde der Wunsch geäußert, dass es mit dieser Art von Workshops weitergehen möge.“

Nach den Sommerferien soll das MedienCafé dann auch in Präsenz stattfinden. Aber es wird voraussichtlich auch hybride Veranstaltungsangebote geben.

Die Digitalisierung von Unterricht und Schule wird auch in den nächsten Jahren eine Herausforderung bleiben. Das Amt für Schule und Bildung des Kreises Mettmann wird die Schulen auf diesem Weg weiterhin begleiten und unterstützen.

  • Anzeige

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*