Maskenpflicht für Schüler verschärft

Symbolbild Maske, Pixabay- Pedro Wroklaw

Yvonne Gebauer, NRW Schulministerin, hat die Maskenpflicht für Schüler angekündigt und mit dem Erlass von dieser Woche auch durchgesetzt. Doch was bedeutet dies für die Schüler im Schulalltag? Ist somit der Weg in einen halbwegs normalen Alltag gewährleistet? Wir haben uns in Erkrath umgehört.

Schulleiter Christof Krügermann vom Gymnasium Hochdahl sieht in der Neuerung die Möglichkeit, wieder zurück zum klassischen Schulalltag zu kommen. Anders als vor den Sommerferien, sind die Schüler der weiterführenden Schulen auch im Unterricht dazu verpflichtet, die Masken zu tragen. Krügermann, der in seinem Freundeskreis einen Chefarzt aus Köln sowie einen Kinderarzt zählt, sieht in dieser Änderung aus gesundheitlicher Sicht keine Probleme. „Auch vorher haben die Schüler schon eine exzellente Disziplin an den Tag gelegt und sehr gut auf die Maskenverordnung auf den Fluren geachtet. Daher mache ich mir keine Gedanken, dass es jetzt nicht auch funktioniert.“ Für Krügermann ist die deutliche Aussage des NRW Schulministeriums ein Schritt zurück zum Schulalltag mit Präsenzunterricht. „Für mich der beste Kompromiss, um endlich wieder alle Schüler zu beschulen“, versichert Krügermann, der die Regelung als solidarisch empfindet. „Denn jeder schützt jeden. Jetzt können wir das erste Mal seit Monaten wieder alle gemeinsam die Schule besuchen.“

Maskenpflicht gilt auch für Grundschüler

Natürlich gelten am Gymnasium Hochdahl auch die weiteren Hygienemaßnahmen. Darunter zählt die regelmäßige Flächen- und Händedesinfektion. „Die Lehrer sind allesamt mit Desinfektionsflaschen ausgestattet, die Schüler haben zu dem Mittel keinen direkten Zugang“, so Krügermann,  der sich seit Bekanntgabe des Erlasses besser fühlt. „Denn endlich haben wir klare Aussagen, mit denen wir arbeiten können. Jetzt hoffe ich nur, dass der Schulbetrieb wieder gut anläuft und auch die Schüler, die ich bisher nicht kenne, sich mit den neuen Vorgaben schnell vertraut machen können.“

Auch an Grundschulen ist die Maskenpflicht verschärft worden. War vor den Ferien nur der Gang durch die Schulflure mit dem Tragen einer Mund-Nasen-Maske verbunden, müssen diese jetzt auch auf dem Schulhof und im Unterrichtsraum bis zum eigenen Platz getragen werden. „Erst wenn die Schüler auf ihren Plätzen sitzen, dürfen sie die Masken abnehmen“, erklärt Susanne Adomeit. Die Schulleiterin der GGS Sandheide sieht besonders in der Schulhof-Regelung einen gravierenden Einschnitt. „Frische Luft gibt es für die Kinder während der Schulzeit demnach keine, denn um die Maske abzunehmen und durchzuatmen, müssen sie das Gelände verlassen.“ Dass die Regelung im Sinne der Corona-Schutzverordnung durchaus Sinn ergibt und somit der Schutz für Schlüler und Lehrer gleichermaßen gewährleistet ist, will Susanne Adomeit nicht abstreiten. Ein strukturierter Ablauf ist aber auch weiterhin von Nöten. „So werden wir die Kinder trotzdem weiterhin zu unterschiedlichen Zeitfenstern empfangen und auch alle Ein- und Ausgänge nutzen“, erklärt sie.

Einschulung im kleinen Rahmen

Anders sieht auch die diesjährige Einschulung der Erstklässler aus. Aufgeteilt in zwei Gruppen (Donnerstag und Freitag), werden die insgesamt 45 neuen Schüler nur in Begleitung ihrer Eltern und Geschwister ihren ersten Schultag begehen. Der Besuch im neuen Klassenraum ist für die Eltern nicht gestattet. „Die Eltern dürfen nicht durch die Flure laufen, dafür ist das Gebäude an der Schmiedestraße nicht groß genug“, ist sich Susanne Adomeit sicher, die auf das Verständnis der Eltern setzt. Auch möchte sie nochmal betonen, dass die Maskenpflicht bereits im Schulbus gilt und eine Maske vom Elternhaus gestellt werden muss. „Denn in der Schule haben wir nur Masken vorrätig, sollte mal welche dreckig oder kaputt sein.“ Solange kein passender Impfstoff auf dem Markt ist, wird es bei der Grundschule Sandheide in diesem Jahr offensichtlich auch keinen Martinszug und kein Adventsfest geben. „So viele Menschen an einer Stelle, das können wir einfach nicht zulassen. So schade das auch ist“, gibt Susanne Adomeit schon jetzt wieder.


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