Künstler sind trotz Corona aktiv

Ralf Buchholz recherchiert für ein Buch über die Düssel Foto: Tanja Bamme

Was machen eigentlich die Erkrather Künstler in der aktuellen Corona-Krise? Ausstellungen können derzeit nicht stattfinden und auch Workshops dürfen auf Grund der Kontaktverbote nicht initiiert werden.

„Wir sind in unseren Ateliers aktiv und bereiten uns auf die Zeit nach Corona vor“, verrät Künstler Ralf Buchholz, der in den vergangenen Wochen nicht untätig war. Gemeinsam mit weiteren Künstlern möchte er den Skulpturenweg an der Düssel neu aufleben lassen. Dafür hat er nicht nur einen eigenen Facebookauftritt entworfen, sondern auch einen Flyer aufgelegt. „Ich recherchiere zudem gerade für ein Buch, das sich mit der Düssel befassen wird“, verrät Buchholz, der neben seiner Leidenschaft für Kunst auch dem geschriebenen Wort verfallen ist. Neue Skulpturen soll der Weg ebenfalls bekommen. Zwei Skulpturen sind bereits fertig. „Von einem Künstler aus Duisburg und einem aus Köln“, verrät Buchholz, der die Namen der jeweiligen Schaffer noch nicht nennen möchte. „Wir wollen den Skulpturenpfad ganz neu in Szene setzen“, so Buchholz, der noch immer enttäuscht über den Vandalismus an einigen Skulpturen ist. „Wir mussten erst einmal tief durchatmen und uns der Enttäuschung stellen. Jetzt sind wir bereit, den Pfad neu aufleben zu lassen.“

Die Düssel hat viel zu bieten

In Zukunft sollen entlang der Düssel sogar Malkurse für Naturmalereien angeboten werden. Natürlich erst dann, wenn die Pandemie vorüber ist. „Wir haben mit der Düssel eine traumhaft schöne Kulisse und möchten diese in Zukunft mehr in den Fokus stellen“, berichtet Ralf Buchholz, der für seine Recherchen sogar zur Düsselquelle nach Wülfrath geradelt ist. Auch im Neandertal hat man den engagierten Künstler/ Autor antreffen können. Mit seiner Kamera bewaffnet, verfolgte er den Bachlauf des lokalen Gewässers.

Doch mit dem Vorhaben um den Skulpturenpfad ist noch nicht Schluss in der Ideenschmiede der Erkrather Künstler. Auch darf sich zeitnah das Elektrohäuschen an der Kreuzstraße über einen neuen Anstrich freuen. Das Häuschen gehört den Stadtwerken und wird von den Künstlern der Künstlergemeinschaft NeanderArtGroup verschönert. „Wir haben in Abstimmung mit den Stadtwerken entschlossen, die Lichtwelle auf das Häuschen zu malen“, so Buchholz, der sich ebenso darüber freut, den Bahnhof in Alt Erkrath zu verschönern. „Das Budget für dieses Vorhaben ist im Haushalt der Stadt enthalten.“

Ein Erinnerungsbuch

Mit der ehemaligen Art-Fabrik an der Schlüterstraße hat die Künstlergemeinschaft um Vorsitzenden Ralf Buchholz ein monatelanges Domizil verloren. „Die Zeit in der Halle war für uns trotzdem großartig“, erinnert sich der Künstler, der die Räume kostenfrei für verschiedene Ausstellung zur Verfügung gestellt bekam. Um diese Zeit zu erinnern, hat die NeanderArtGroup ein 100-seitiges Bildband aufgelegt, welches es bereits zu erwerben gibt. Bei Interesse bitte Kontakt mit Ralf Buchholz (bookwoodart@gmx.de) aufnehmen.

Ein Buch erinnert an die ehemalige Art-Fabrik
Foto: Ralf Buchholz

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