Kreuzstraße: Es kommt Bewegung in die Planung

Symbolbild: ManfredSteger/ Pixabay

Mit dem Beschluss des vorhabenbezogenen Bebauungsplans für das Vorhaben Kreuzstraße (ehemaliger Weidenhof) könnte der Rat der Stadt heute einen wichtigen Schritt in Richtung Realisierung des geplanten Neubaus für vorzugsweise seniorengerechte Wohnungen schaffen.

In der gestrigen Sitzung des Planungsausschusses wurde bereits über die Maßnahme, die 14 seniorengerechte und barrierefreie Wohneinheiten, ein Ladenlokal und Praxisräume beinhaltet, diskutiert. Dass die Nutzung der Fläche sinnvoll scheint, darüber waren sich die Fraktionen durchweg einig. Bedarf der Aussprache gab es trotzdem. So verwies Peter Knitsch (Bündnis 90/ Die Grünen) darauf, dass keinerlei Festsetzung in Bezug auf klimaneutrale Bauweise im B-Plan festgeschrieben wurden. „Wir sehen an dieser Stelle wieder einmal die Möglichkeit versäumt, klimaneutral zu bauen. Das wird uns in den nächsten 20-30 Jahren nachhängen“, war sich der Grünen-Politiker sicher.

Der Beschlussvorlage folgend äußerten sich CDU und SPD. Bedenken gab es hingegen von Seiten der BmU. Dr. Thomas Spiritus sah in der 3,60 Meter breiten Straße zur Einfahrtsstraße der Immobilie ein Problem. „Das ist zu schmal und sollte breiter gebaut werden“, war sich der Politiker sicher, der besonders den bald dort wohnhaften Senioren mehr Platz einräumen wollte. „Die Einfahrtsbreite führt zu erhöhten Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer in Bezug auf die Linksabbiegung.“

Jörn Wessendorf, Fachbereichsleiter Planung, hatte sich mit dieser Thematik bereits vor der Ausschusssitzung beschäftigt und grünes Licht vom Straßenbaulastträger erhalten. „Wir haben uns für die Breite zu Gunsten des geplanten Grünbereichs entschieden. Auch der Straßenbaulastträger sieht diesen Bereich nicht kritisch und würde die Zufahrt in der angedachten Form zunächst ausprobieren“, so Wessendorf.

Nachvollziehen konnte Dr. Thomas Spiritus diese Aussage allerdings nicht. Erst ausprobieren und im Anschluss revidieren kam für den Politiker nicht in Frage. „Warum installiert man nicht eine Ampelanlage an der Zufahrt“, schlug dieser vor. Die Grünen hingegen sprachen sich direkt für ein Linksabbiegeverbot aus. Letztlich wurde dem Beschluss mit Enthaltungen der BmU (zwei Stimmen) zugestimmt.

Wissenswertes: Im Ratsinformationssystem der Stadt Erkrath lässt sich der gesamte Beschlussvorschlag der Verwaltung nachlesen. Der öffentliche Teil der heutige Ratssitzung beginnt um 17.15 Uhr in der Erkrather Stadthalle.

***UPDATE***

Mit zwei Enthaltungen (BmU) wurde der Antrag im Rat einstimmig beschlossen.


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