Kleine Könige bereiten sich vor

Die Sternsinger von St. Franziskus von Assisi sind gut gerüstet für ihre Besuche als die Heiligen Drei Könige. Am 3. und 4. Januar sind sie unterwegs, um den Christus-Segen zu den Menschen zu bringen.

Am Samstag nach Weihnachten haben sich im Franziskushaus in Trills 19 Mädchen und Jungen versammelt, um sich auf ihren großen Auftritt als Sternsinger vorzubereiten. Gemeindereferentin Heidi Bauer hat gemeinsam mit den Zwillingsschwestern Paula und Marie Weitz, sowie Kilian Peters und Philipp Dinsch, zu diesem Treffen eingeladen.

Ihre Einführung in die Aufgaben als Sternsinger, die den christlichen Segen in die Häuser bringen, beginnt die Gemeindereferentin mit der Frage: „Woraus setzt sich denn der Segenswunsch, den ihr an Wände oder Türrahmen schreibt, zusammen?“ Die Buchstaben „CMB“ sind schnell gefunden, allerdings lässt Heidi Bauer deren Auflösung als Abkürzung für die Namen der drei Heiligen Könige Casper, Melchior und Baltasar nur als Gedankenstütze für die richtigen Buchstaben durchgehen. Nach einigen weiteren Rateversuchen löst sie das Rätsel: „Christem Mansionem Benedictat – Christus segne das Haus. Das ist die Übersetzung der lateinischen Inschrift“. Ebenso lässt sich die Jahreszahl auf dem Segenswunsch ‘20*C+M+B+20‘ finden. Der Stern steht für den Stern, dem die drei Weisen einst folgten. Dass die drei Kreuze, die den Spruch vervollständigen, für ‘Vater, Sohn und Heiliger Geist’ stehen, daran können sich die „alten Hasen“ unter den Sternsingern dann doch noch erinnern. „Aber immer daran denken, die Leute stets zu fragen, wohin Ihr den Spruch schreiben dürft. Nicht einfach eine Wand oder eine Türrahmen aussuchen“, ermahnt Bauer ihre Schützlinge.

Als nächstes werden die Lieder geübt, die die Sternsinger bei ihrem Besuch in die sechs Bezirke, in die Hochdahl auf geteilt ist, singen sollen. Heidi Bauer begleitet sie dazu auf ihrer Gitarre: “Ihr könnt Euch in euren Gruppen entscheiden, ob Ihr immer dasselbe Lied singt oder abwechselnd andere Lieder vortragt“, so die Gemeindereferentin, die noch einen guten Tipp parat hat: „Wir kleben das Textblatt mit den Liedern und dem Segenswunsch auf die Rückseite des Sterns. Dann habt Ihr eine Art Spickzettel, falls Ihr mal einen Text vergesst“.

Gemeinsam wurden die Lieder einstudiert/ Foto:sz

Um auch zu wissen, für welchen guten Zweck in 2020 von den Sternsingern weltweit Spenden gesammelt werden, zeigt Bauer den Kindern einen Film. Hier geht es um den Libanon, in den diesmal das gesammelte Geld für ein Projekt zum Leitthema Frieden geht. In gut einer Viertelstunde wird kindgerecht erzählt, wie man in dem Land, dass jahrzehntelang von einem Bürgerkrieg verheert wurde, bei den Kindern beginnt, Respekt und Toleranz für Menschen aller Religionen zu lehren.

Nach einer kurzen Diskussion über das Gehörte erhalten sie die Info, dass die Hälfte der Spenden, die sie bei ihren Besuchen sammeln, in dieses internationale Sternsinger-Projekt fließt. “Die andere Hälfte spenden wir für das Projekt unserer Gemeinde in Lima. Dort unterstützen wir seit vielen Jahren eine Schule, eine Kita und eine Krankenstation“, erzählt Heidi Bauer.

In einem Film haben die künftigen Sternsinger erfahren, dass das gesammelte Geld zur Hälfte in den Libanon fließt/ Foto:sz

Zum Abschuss dieses Info-Vormittags steht das Basteln der Kronen auf dem Programm. „Wir haben verschiedene Kronen-Vorlagen, die sich in der Form der Zacken unterscheiden. Jedes Kind kann wählen, welche Vorlage es aus dem Goldpapier ausschneiden möchte“, erklärt Paula Weitz, die wie ihre Schwester den Mädchen und Jungen beim Ausschneiden hilft. Cassidy, der bereits zum dritten Mal als Sternsinger dabei ist, hat anders als seine kleinere Schwester Callista keine Geduld dazu. „Heidi, darf ich stattdessen eine von den blauen Stoffringen tragen, der bei den Kostümen liegt“, fragt er die Jugendreferentin. Seinem Beispiel folgen drei weitere Jungs, die offensichtlich auch Bastelmuffel zu sein scheinen. Zum Schluss werden noch die Kostüme ausgegeben. Und dann sind die 19 Kids für ihren Auftritt als Sternsinger endgültig gerüstet.

Eine Krone schöner als die Andere/ Foto:sz

Der Startschuss fällt mit der Messe am 3. Januar um 9 Uhr. Im Anschluss werden Feuerwehr und Verwaltung sowie das Hospiz und die drei Kitas der Gemeinde besucht. Am Samstag, den 4.Januar geht es dann zu den Privatpersonen, die sich angemeldet haben, um den Segen zu erhalten. Am Sonntag, den 5. Januar, findet um 18 Uhr die Rückkehrmesse für die Sternsinger statt.


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