Karlstraße: Kita-Bau verzögert sich

Symbolbild Kita: LMoonlight/ Pixabay

Die Fertigstellung der Kita Karlstraße wird sich voraussichtlich um knapp ein halbes Jahr verschieben. Das teilte Bürgermeister Christoph Schultz in der vergangenen Sitzung des Jugendhilfeausschusses mit.


“Der Grund für die zeitliche Verzögerung hat sich im laufenden Planungsprozess ergeben. Die Unfallkasse hat die Rampen in der Kita als Gefahrenstellen bewertet und würde uns die Betriebserlaubnis nicht erteilen, sollten wir diese nach den Architektenplänen bauen“, erläutert Daniela Winter, Fachbereichsleitung Immobilienmanagement/ Neubau.

Erste Bedenken kamen im Januar auf

Bereits im Herbst fanden erste Abstimmungsgespräche mit der Unfallkasse statt. „Die Rampen waren damals noch kein Thema“, erinnert sich Daniela Winter, die im Januar erstmalig von den Bedenken der Unfallkasse erfuhr. „Wir haben den Architekten direkt um eine Entschärfung der Situation gebeten, waren zu dieser Zeit aber noch optimistisch, dass wir die Betriebserlaubnis bekommen.“


Von den ursprünglich vier geplanten Rampen im Innenbereich wurden zunächst zwei Rampen entfernt. „Doch auch diese scheinen für die Unfallkasse ein Problem zu sein. Sie argumentieren beispielsweise damit, dass sich Speisewagen auf der Rampe selbstständig machen könnten“, so Daniela Winter. „Nach neustem Stand wird komplett ohne Rampen geplant.“

Änderungen auch im Außenbereich sichtbar

Ursprünglich hätte sich der Neubau auf einem Gefälle befunden. „Es muss jetzt mehr Erde bewegt werden, um das Gefälle auszugleichen“, erklärt die Fachbereichsleiterin, die gleichzeitig den Blick auf die geplante Außenanlage lenkt. „Eigentlich war eine Bobbycar-Strecke auf dem Gelände geplant. Im Zusammenhang mit der Umplanung durch den Architekten, muss auch die Planung des Landschaftsarchitekten angepasst werden.“

Seit Wochen drehen sich die Gespräche zwischen Verwaltung und Unfallkasse im Kreis. „Wir haben versucht zu ermitteln, wer Schuld an der Situation hat“, erklärt die Fachbereichsleiterin weiter. „Lag der Planungsfehler beim Architekten?“ Da sich solche Rampen in Kitas allerdings finden lassen, schienen rechtliche Schritte gegen den Architekten aussichtslos. „Außerdem waren wir grundsätzlich mit dem Planungsteam zufrieden. Jetzt muss umgeplant werden.“

Die Umplanungskosten können derzeit noch nicht genau ermittelt werden. „Im nächsten Jugendhilfeausschuss können wir konkretere Zahlen liefern.“

Grüne fordern energetische Optimierung

Ob der Zeitpunkt günstig wäre, die Planung um eine energetische Optimierung zu erweitern, hinterfragte Reinhard Knitsch (Bündnis 90/ Die Grünen). Bereits im vergangenen Planungsausschuss kritisierten die Grünen die „nur“ standardisierte energieeffiziente Bauausrichtung. Möglichkeiten, den ohnehin schon niedrigen Energiehaushalt des Neubaus zu optimieren, sieht Daniela Winter beispielsweise im Einbau hochwertigerer Fenster. „Fraglich ist jedoch der Kosten-/Nutzenfaktor. Eine Kita ist kein Wohnhaus, dort findet ein höherer Luftaustausch statt“, erklärt Winter. Die Mehrkosten für eine solche Änderung werden seitens der Verwaltung ermittelt und im Zuge weiterer Planungen der Politik zur Abstimmung vorgelegt.

Wissenswertes: Die Kita Karlstraße kann künftig vier Kita-Gruppen fassen und wird auf einer 1200 qm großen Anlage Platz finden. Weitere Informationen hier.


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