Jugendrat hat viele Pläne

Farah wurde als neue Vorsitzende des Jugendrates gewählt, Patrick und Philipp (links und rechts) stehen ihr als neue Stellvertreter zur Seite Foto:tb

Es war eine konstruktive Sitzung des neu gewählten Jugendrats. Zur konstituierenden Sitzung lud Bürgermeister Christoph Schultz die Jugendlichen in den kleinen Sitzungssaal des Rathauses ein und gratulierten den Schülern zu ihrer Wahl ins Jugendparlament.

„Wir brauchen die Stimmen der Jugend“, so Schultz, der sich auch in Zukunft rege Mitbestimmung der Anwesenden wünschte. Für zwei Jahre vertreten die Jugendlichen ihre Stadt nun in der Öffentlichkeit, aber auch in politischen Gremien. Beratende Funktionen haben sie sowohl im Jugendhilfeausschuss, als auch in den Ausschüssen für Schule und Sport/ Kultur und Soziales sowie im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung und Planung, Umwelt und Verkehr.

Bevor es an die Benennung der jeweiligen Delegierten ging, wurde zunächst der Vorstand neu aufgestellt. An der Spitze lässt sich seitdem eine Schülerin finden. Farah (15) hat in diesem Jahr die Realschule beendet, befindet sich derzeit in einer Ausbildung zur Bankkauffrau und engagierte sich in der Vergangenheit nicht nur in caritativen Einrichtungen sondern wohnte bereits dem vorherigen Jugendrat als Mitglied bei. Ihr zur Seite stehen die beiden Stellvertreter Philipp (15), der neu in den Jugendrat gewählt wurde und Patrick (17), der ebenfalls seine zweite Legislaturperiode antrat.

Die erste Tagesordnung des Jugendrates war mit zahlreichen, zukunftsweisenden Programmpunkten bestückt. So durften sich die Schüler bereits Gedanken über künftige Projekte machen. Dass sich die neuen Mitglieder schon im Vorfeld sehr intensiv mit ihrer Stadt beschäftigt haben, wurde spätestens bei diesem Tagesordnungspunkt deutlich. Mehr Mülleimer in Waldgebieten, verlängerte Busfahrzeiten in Millrath, öffentlich nutzbare Flächen für Jugendliche, die Zusammenarbeit mit dem Kinderparlament aber auch die überregionale Vernetzung auf Kreis- und Landesebene wird von den Schülern angestrebt. „Zudem wäre es wünschenswert, wenn sich auch die Schülervertreter der einzelnen Schulen besser vernetzen würden“, so die Meinung der Jugendlichen. Ein besonderes Anliegen des ehemalige stellvertretenden Vorsitzenden Yannick van der Heide, der die Sitzung eingangs moderierte, war zudem die Fortführung des Projektes „Taschengeldbörse“. Dieses wurde gemeinsam mit dem Seniorenrat der Stadt initiiert und beinhaltet die Vernetzung zwischen Senioren und Jugendlichen für unterstützende Hilfsmaßnahmen im (beispielsweise) Haushalt oder Garten.

Unterstützung für seine Vorhaben bekommt der Jugendrat gleich von mehreren Stellen. Nicht nur Götz Barkey, Abteilungsleiter Soziale Dienste und zuständig für den Bereich Kinder- und Jugendförderung, sicherte den Jugendlichen Transparenz und vertrauensvolle Unterstützung zu, auch hat sich der Rat sich für die sozialpädagogische Begleitung des Jugendrates ausgesprochen, die Stefan Stevens seit Ende Oktober mit zehn Wochenstunden übernommen hat. Stevens ist darüber hinaus auch als Schulsozialarbeiter tätig.

Der neue Jugendrat der Stadt Erkrath Foto:tb

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