Informatik für Digital Natives

Luca ist einer von 25 Schülern, die am Projekt teilnehmen. Zusammen mit seinem Freund Simon hat er unter anderem das "Presseschnuck" programmiert, das dem echten Schnick, Schnack, Schnuck (Schere, Stein, Papier) schon sehr nahe kommt, denn die Spieler können wählen was kommt. Die beiden haben verschiedene Versionen programmiert. "Der Aufwand war relativ hoch, aber wir wollten es perfekt haben", sagt Luca. Ganz professionell hatten die beiden eine Präsentation vorbereitet, die Luca allein präsentieren musste, da sein Freund Simon erkrankt war.
Luca ist einer von 25 Schülern, die am Projekt teilnehmen. Zusammen mit seinem Freund Simon hat er unter anderem das "Presseschnuck" programmiert, das dem echten Schnick, Schnack, Schnuck (Schere, Stein, Papier) schon sehr nahe kommt, denn die Spieler können wählen was kommt. Die beiden haben verschiedene Versionen programmiert. "Der Aufwand war relativ hoch, aber wir wollten es perfekt haben", sagt Luca. Ganz professionell hatten die beiden eine Präsentation vorbereitet, die Luca allein präsentieren musste, da sein Freund Simon erkrankt war.

Das Gymnasium Hochdahl ist eines von 37 Gymnasien in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln, die am Modellvorhaben „Informatik in der Erprobungsstufe der Gymnasien teilnehmen. Jetzt stellten die Klassen fünf und sechs erste Ergebnisse vor und die konnten sich sehen lassen.

Hoher Besuch hatte sich angemeldet. Von der Bezirksregierung Düsseldorf, von der Initiative „Roberta – Lernen mit Robotern“ des Fraunhofer IAIS und von der Calliope gGmbH. Außerdem hatte Landtagsabgeordneter Christian Untrieser es sich nicht nehmen lassen, sich der Delegation anzuschließen und sich ein Bild vom IT-Nachwuchs in seinem Wahlkreis zu machen. Thomas Hartmann, Direktor der Schulabteilung der Bezirksregierung Düsseldorf, betonte die Bedeutung des Modellvorhabens: „Die Digitalisierung formt in wesentlichen Bereichen unser Leben. Schule muss Kompetenzen und Fähigkeiten vermitteln, die einen selbstbestimmten Umgang mit digitalisierten Prozessen ermöglicht.“ Klaus Killich leitet das Modellvorhaben bei der Bezirksregierung Düsseldorf. „Wir sammeln gerade wertvolle Informationen für ein Schulfach Informatik“, erklärt er. Dass Informatik Schulfach wird, daran zweifelt kaum noch jemand. Aktuell leisten die Lehrer den Unterricht in diesem Bereich aber noch „on top“, also zusätzlich. Dafür mussten die meisten von ihnen selbst noch einmal die Schulbank drücken. In zweitägigen Schulungen werden 100 Lehrkräfte in Gruppen mit 12 Teilnehmern fortgebildet.

Projektpartner im Modellvorhaben sind das Fraunhofer IAIS mit der Programmierplattform „Open Roberta Lab“ und die Calliope gGmbH, deren Einplatinenrechner „Calliope mini“ zum Einsatz kommt. Der handtellergroße Einplatinenrechner ist unter anderem mit Leuchtdioden, einem Lautsprecher und einem Lagesensor ausgestattet und hat unterschiedliche Schnittstellen wie zum Beispiel Bluetooth oder Grove Connectoren, um externe elektronische Bauteile einzubinden.

Insgesamt 25 Schüler der Klassen fünf und sechs nehmen am Projekt teil. Sie wurden nach dem Losverfahren ausgewählt. Seitens der Eltern und Schüler besteht große Nachfrage. Was man mit dem Calliope mini in den Klassen fünf und sechs schon anstellen kann, präsentierten die teilnehmenden Schüler nachdem sich die Besucher vorgestellt hatten.

Julian und Teo haben auf Open Roberta eine Lösung programmiert, die auch ohne den Calliope angewendet werden kann. Sie haben dabei auch auf Töne und Farben gesetzt. Christian Untrieser (rechts) ist begeistert, von den Leistungen.
Julian und Teo haben auf Open Roberta eine Lösung programmiert, die auch ohne den Calliope angewendet werden kann. Sie haben dabei auch auf Töne und Farben gesetzt. Christian Untrieser (rechts) ist begeistert, von den Leistungen.
Nils und Elias haben das Fingerspiel "Schere, Stein, Papier" programmiert, das in ihrer Version per Zufallsgenerator oder in Reihenfolge ablaufen kann. (Im Hintergrund Viktoriya Lebedynska von der Roberta-Initiative des Fraunhofer IAIS)
Nils und Elias haben das Fingerspiel “Schere, Stein, Papier” programmiert, das in ihrer Version per Zufallsgenerator oder in Reihenfolge ablaufen kann. (Im Hintergrund Viktoriya Lebedynska von der Roberta-Initiative des Fraunhofer IAIS)
Olivia und Christina sind die Sicherheitsexpertinnen. Sie haben eine Diebstahlsperre für den Calliope programmiert, die vibriert und summt, wenn jemand ihn stehen will.
Olivia und Christina sind die Sicherheitsexpertinnen. Sie haben eine Diebstahlsperre für den Calliope programmiert, die vibriert und summt, wenn jemand ihn stehen will.
Sophia und Jessica haben eine Laufschrift "Hochdahl" programmiert und Teile der Schulhymne mit dem Calliope vertont.
Sophia und Jessica haben eine Laufschrift “Hochdahl” programmiert und Teile der Schulhymne mit dem Calliope vertont.
Bent, Tim und Amin präsentierten gleich zwei Projekte: Torwandschießen mit dem Schriftzug "Tor", bei einem Treffer mit Torzähler und eine Discokugel.
Bent, Tim und Amin präsentierten gleich zwei Projekte: Torwandschießen mit dem Schriftzug “Tor”, bei einem Treffer mit Torzähler und eine Discokugel.
Jonas hat einen eigenen Calliope zu Hause. Er hat ein Temperaturfühlerprogramm und ein Musikprogramm mit Schrift und Noten geschrieben. (Im Hintergrund Viktoriya Lebedynska (Fraunhofer IAIS) und Anna Lieckfeld (rechts, Calliope gGmbH)

Die kleine Auswahl der Projekte lässt erahnen, welche Kreativität bei den Schülern freigesetzt wird. Elli und ihre Freundin haben zum Beispiel ein Herzchen mit Farbwechsler programmiert, dass als Stimmungsbarometer genutzt werden kann.

Die Einführung des Fachs Informatik macht in jedem Fall Hoffnung auf eine ganz neue Qualität künftiger Fach- und Führungskräfte im digitalen Zeitalter.


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