Impfungen mit AstraZeneca gestoppt

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Foto: DoroT Schenk / Pixabay

Gerade erst haben Impfungen priorisierter Berufsgruppen begonnen, da stoppen sie auch schon wieder.

Noch vor dem Wochenende hatte das Paul-Ehrlich-Institut, das unter anderem auch für Arzneimittelsicherheit zuständig ist, an der Empfehlung mit AstraZeneca zu impfen festgehalten. Heute heißt es nun auf der Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts: „Gegenüber dem Stand vom 11.03.2021 sind inzwischen weitere Fälle in Deutschland gemeldet worden. Bei der Analyse des neuen Datenstands sehen die Expertinnen und Experten des Paul-Ehrlich-Instituts jetzt eine auffällige Häufung einer speziellen Form von sehr seltenen Hirnvenenthrombosen (Sinusvenenthrombosen) in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit dem COVID-19-Impfstoff AstraZeneca.“

Auch wenn das Auftreten dieser Nebenwirkungen im Vergleich zu den erfolgten Impfungen ausgesprochen selten ist, erfolgt nun erst einmal eine Analyse und Bewertung der Daten durch die Europäische Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMA). Bis zum Abschuss dieser Bewertung sind in ganz Deutschland die Impfungen mit dem Wirkstoff AstraZeneca ausgesetzt.

Was wird aus meinem Impftermin?

Alle bereits vereinbarten AstraZeneca-Impftermine sind oder werden vorerst abgesagt. Ersatztermine, gegebenenfalls mit anderen Impfstoffen, gibt es vorerst nicht. Das gilt sowohl für die Erst- als auch für die Folgeimpfung. (Für alle, die heute vielleicht ihre Erstimpfung erhalten haben: Die Folgeimpfung wird 12 Wochen nach der Erstimpfung empfohlen. Bis dahin liegt eventuell schon eine Bewertung der EMA vor und je nach Bewertung kann die Folgeimpfung mit AstraZeneca erfolgen. Sollte es zu keiner neuen Empfehlung zur Verimpfung kommen, muss gegebenenfalls der Impfschutz mit einem anderen Impfstoff erzielt werden.)

„Wir impfen also bis auf Weiteres nur noch die Ü80-Jährigen mit Biontech – zurzeit pro Tag 650, davon 275 Zweitimpfungen“, teilte uns Daniela Hitzemann, Pressesprecherin des Kreises Mettmann mit. Für alle anderen heißt das vorerst: Impfstopp.

Ich bin mit AstraZeneca geimpft, worauf muss ich achten?

„Das Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass Personen, die den COVID-19-Impfstoff AstraZeneca erhalten haben und sich mehr als vier Tage nach der Impfung zunehmend unwohl fühlen – z.B. mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen – sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben sollten.“

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