IKZ und SKFM brauchen Hilfe

So schnell wie möglich soll das Ladenlokal des SKFM leergeräumt werden, um die Ware zu retten. Foto: RG

Während alle gestern Abend sorgenvoll auf Alt-Erkrath schauten, liefen innerhalb weniger Minuten die Ladenlokale vom SKFM Secondhand Laden und vom Integrations-Kulturzentrum (IKZ) am Sandheider Markt voll Wasser.

Nicht nur die Wassermassen den Düssel suchten sich gestern eigene Wege und überfluteten Gebäude. Der Mahnerter Bach schwoll genauso an. Unterhalb des Sandheider Marktes ist er verrohrt. Genau diese Verrohrung wurde einigen Anwohnern gestern Abend zum Verhängnis, denn sie konnte die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Hinter der Häuserreihe, in der die beiden Ladenlokale des IKZ und des SKFM angesiedelt sind, bahnte der Bach sich seinen Weg und drängte durch die tieferliegenden Hintertüren, flutete Erdgeschoss und Kellerräume. Glück in diesem Unglück hatte einzig das Quartiersmanagement. Das Ladenlokal hat keine Hintertüre und blieb trocken. Auch die gegenüberliegende Seite auf dem Sandheider Markt war nicht betroffen.

Heute Nachmittag waren Mitarbeiter des SKFM dabei Bekleidung, die nicht feucht geworden ist, zu sichern und so gut es ging die Böden zu säubern. Wo das Wasser zurückgewichen ist, hinterlässt es eine Schlammspur. Noch ist das Wasser aus den darunter liegenden Kellern nicht vollständig wieder abgepumpt. Hilfe gab es heute Nachmittag spontan von der Jugend aus dem benachbarten Cube. Sie wollen auch morgen sowohl beim SKFM, als auch beim IKZ kräftig mit anpacken und helfen. „Ich befürchte, dass wir dennoch ganz viele Sachen entsorgen müssen, weil sie nach feuchtem Moder riechen werden“, vermutet Birgit Grüning vom SKFM Laden. Das ist auch der Grund, warum an diesem Nachmittag soviel Kleidung wie möglich aus dem Ladenlokal gebracht wurde, bevor die Böden noch ganz vom Schlammüberzug befreit waren.

Was dem SKFM Secondhand Laden aktuell fehlt, sind vor allem Kleiderständer, um alle Sachen zum Durchlüften aufhängen zu können. Wer welche übrig hat: Das Team des SKFM würde sich riesig freuen. Helfen können auch Anwohner, die bereit wären ein oder mehrere Waschmaschinenladungen einfach einmal durch zu waschen und zu trocknen, damit sich keine Gerüche festsetzen. Das würde helfen große Teile der gut erhaltenen Kleidung zu retten.

Wer helfen kann und möchte, kann sich an Birgit Grüning wenden. Kontaktdaten hier. Besser ist es aktuell aber vielleicht auch direkt beim SKFM Laden im Hans-Sachs-Weg 11 vorbei zu schauen und Hilfe anzubieten.

Vieles zerstört und unbrauchbar

Gleich nebenan, in den Räumen des Integrations-Kulturzentrum (IKZ) ist Lilija Zhimarin-Schlothauer traurig über die Spur der Verwüstung. Eine Versicherung, die solche Elementarschäden abdeckt, hat der Verein nicht und steht nun vor schwer lösbaren Problemen. Wasser und Schlamm haben sie weitest gehend aus dem Ladenlokal entfernt. Möbel sind zum Teil unbrauchbar geworden und an den Wänden sieht man noch, wie hoch das Wasser gestern stand. Gerade erst hatte man eine neue Küche eingebaut. Die untere Küchenzeile könnte jetzt möglicher Weise schon wieder unbrauchbar geworden sein. „Am schlimmsten ist es im Keller. Dort lagern Technik, Kostüme und mehr. Das ist vielleicht alles hin“, beschreibt Lilija Zhimarin-Schlothauer die Ausmaße der Überflutung. Immer Keller konnte das Team des IKZ noch nicht viel ausrichten, da auch hier noch Wasser stand.

Spenden könnten dem IKZ helfen zu renovieren und durch die Flut verlorenes zu ersetzen. Spenden sind unter dem Stichwort ‚Fluthilfe‘ auf folgendes Konto möglich:
INTEGRATIONS-KULTURZENTRUM E.V. IBAN: DE38 3015 0200 0002 0627 27

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