„Ich bin eine Netzwerkerin“

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In Wülfrath gibt es bald frisch belegte Baguettes. Vielleicht auch eine Idee für Erkrath? / Foto: TB

Das Förderprogramm zur Stärkung der Innenstädte ist auch in Erkrath aktiv. Interessierte können sich an die Wirtschaftsförderung der Stadt wenden.

Nur noch wenige Tage, dann ist die Wülfrather Innenstadt um einen Anziehungspunkt reicher. Marion Weidtmann möchte am 1. März dieses Jahres die Baguette Schmiede in der Immobilie an der Wilhelmstraße 181 eröffnen und befindet sich derzeit in den finalen Vorbereitungen. „Eigentlich ist fast alles fertig, nur ein paar Stühle und ein Stück der Theke fehlen noch“, berichtet sie. Über das Förderprogramm zur Stärkung der Innenstadt ist die künftige Betreiberin der Baguetterie auf die Räumlichkeiten aufmerksam geworden. Gemeinsam mit einem externen Immobilienmakler hat sie sich mehrere Räumlichkeiten angeguckt. „Und eigentlich hab ich mich auch sofort in dieses Ladenlokal verliebt“, gibt sie wieder. Die weitere Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung war abschließend von Erfolg gekrönt, das Förderprogramm trägt mit Marion Weidtmann erste Früchte zur Stärkung und Belebung der Innenstadt.

Am 1. März wird eröffnet

Wülfratherin ist Marion Weidtmann übrigens nicht, sie lebt gemeinsam mit ihrer Familie in Ratingen. Die „charmante und atmosphärische“ Kalkstadt hat ihr aber schon bei vorherigen Besuchen gut gefallen. „Ich war schön öfter auf dem Herzog Wilhelm Markt oder dem Kartoffelfest zu Gast. Hoffentlich können diese Feste in diesem Jahr wieder stattfinden“, hofft sie. An dem aktuell geltenden Lockdown muss sich Marion Weidtmann nicht orientieren, sie ist im Lebensmittelbereich tätig. Gemütlich mit den Gästen ins Gespräch kommen, das wird aber vorerst nicht möglich sein. „Ich starte mit einem Außer-Haus-Verkauf, die Gäste können die Baguettes gerne hier abholen“, erklärt die Unternehmerin. Spukschutz und Trennwände wurden bereits aufgestellt. Und auch sonst hat sich der Verkaufsraum optisch gewandelt.

„Der Vermieter hat einen großen Teil der Investitionskosten übernommen, den Rest haben wir gezahlt. So mussten beispielsweise Wände gezogen und Waschbecken installiert werden “, erklärt Marion Weidtmann, die dem großen Eröffnungstag mit Spannung entgegenblickt. „Ich habe schon mit einigen Nachbarn Kontakt aufgenommen und bin freundlich begrüßt worden“, freut sich die künftige Gastronomin. „Gerne möchte ich mich auch in Zukunft ins das Stadtgeschehen einbringen, Feierlichkeiten unterstützen und meinen Teil zur Gemeinschaft beitragen.“ Mitglied im Wülfrather Frauennetzwerk ist Marion Weidtmann bereits. Und auch vom Großprojekt „WIR-Haus“ hat sie schon gelesen. „Ich bin eine Netzwerkerin, daher freue ich mich umso mehr über die neue Nachbarschaft.“

Kurztrip nach Straßburg oder Toulouse

Ein Blick auf die Speisekarte der neuen Baguetterie ruft Fernweh hervor. Die einzelnen Baguettevarianten haben teilweise Städtenamen wie Straßburg, Toulouse oder Avignon. Und auch für die Schüler wird es eigene Sandwichangebote zu vergünstigten Preisen geben. Ebenso hält die Baguette Schmiede knackige Salatvariationen und Kaffeespezialitäten bereit. „Ich bekomme die Baguette-Rohlinge aus einer Konditorei aus Ratingen Hösel und werde sie vor Ort jeden Tag frisch aufbacken“, erklärt Marion Weidtmann, die in Zukunft auch unterschiedliche Angebotsbaguettes entwickeln möchte. Eine Konkurrenz zum bisherigen Gastronomieangebot in der Wülfrather Innenstadt möchte Marion Weidtmann nicht sein. „Viel mehr sehe ich mich als Ergänzung“, sagt sie.

Wissenswertes: Das Förderprogramm zur Stärkung der Innenstadt beinhaltet eine Übernahme der Kaltmiete durch die Stadt Wülfrath von 80 Prozent. Die neuen Unternehmer zahlen lediglich 20 Prozent der Kaltmiete zuzüglich der Nebenkosten. Das Förderprogramm ist auch in Erkrath aktiv. Interessierte werden bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Erkrath beraten.

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