Heimatgarten im Winterschlaf

V.l.n.r.: Dominik Adolphy (Du-Ich-Wir e.V.), Dieter Thelen (Freundeskreis für Flüchtlinge), Karin Blomenkamp (Leiterin Naturschutzzentrum Bruchhausen) und Julia Zinn (Projektkoordination "Soziale Stadt Sandheide")

Mitten im Stadtteil Sandheide haben viele fleißige Hände am Aktionstag der Wirtschaft im September einen Gemeinschaftsgarten geschaffen.

In manchen Beeten blühen noch die letzten Blumen, die gleich zu Beginn gepflanzt wurden. In einige wachsen ein paar Kräuter oder der Grünkohl wartet auf den ersten Frost. Entgegen aller Befürchtungen ist im Heimatgarten an der Immermannstraße auch drei Monate nach der Eröffnung kein Vandalismus festzustellen. Es wurden keine Pflanzen herausgerissen und auch nichts beschädigt. “Wir sind richtig stolz darauf, dass alles so gut funktioniert”, sagt Dominik Adolphy von Du-ich-wir. Der Verein gehört, wie auch Füreinander und der Freundeskreis für Flüchtlinge zu den Mitinitiatoren. Auch das Naturschutzzentrum Bruchhausen, die Royal Rangers, der Rotary Club Hilden-Haan und die Stadt über das Projekt Soziale Stadt Sandheide, tragen zum Gelingen bei.

“Alle 20 Beete haben schon am Aktionstag einen Paten gefunden”, erinnert sich Dieter Thelen vom Freundeskreis für Flüchtlinge, der zu den Mitinitiatoren gehört. Immer mal wieder schauen Nachbarn nach den Pflanzen, die zum Teil vom Laub der Blätter bedeckt sind. Im ersten Eifer wurden die Beete auch regelmäßig vom Laub befreit. “Das Laub ist ein guter Schutz für den Winter”, weiß Karin Blomenkamp vom Naturschutzzentrum, die ebenfalls eins der Beete betreut. Sich gegenseitig Tipps geben, ist ein wertvoller Teil im Miteinander eines solchen Gemeinschaftsgartens, in dem neben dem Pflanzen, Pflegen und Ernten die Begegnung im Vordergrund steht.

Die Beete wurden zwischenzeitlich mit einer Lasur winterfest gemacht und in einer Malaktion wurden erste Schilder gemalt, die den nummerierten Beeten einen persönlichen Anstrich geben.

Schön anzusehen ist der Garten, wenn man jetzt durch die Sandheide fährt. Wo einst eine eher nackte ungenutzte Wiese brach lag, sieht man einen Naturholzzaun, eine Hütte und zwanzig Hochbeete. Leicht kann man sich schon jetzt im Winter vorstellen, wie es im Frühjahr und Sommer sein wird, wenn die Paten an den Beeten arbeiten, Kinder lachen und lernen wie man pflanzt und pflegt.

Die 20 Beete werden von ganz unterschiedlichen Menschen verschiedener Nationen aus der angrenzenden Nachbarschaft, aber auch von Organisationen betreut. So hat das Franziskus Hospiz die Patenschaft für eines der Hochbeete übernommen und auch das Naturschutzzentrum Bruchhausen betreut eins.

Mit Frühjahrsbeginn wird es am und im Heimatgarten dann auch gleich richtig bunt. Dafür sorgen 1000 Blumenzwiebeln von der Stadt, die Helga Willmes-Sternberg von der Abfallberatung zur Verfügung gestellt hat. Die wurden entlang des Zauns sowohl innerhalb, als auch außerhalb des Gartens eingepflanzt, damit im Frühjahr verschieden farbige Krokusse erblühen. Die Frühblüher Blumenzwiebeln gibt die Stadt im Rahmen des Insektenschutzes seit dem letzten Jahr an Initiativen aus, die bereit sind diese im Stadtgebiet zu pflanzen. Im letzten Jahr wurden insgesamt 6000 Krokusse gepflanzt, in diesem Jahr waren es schon 16 Tausend.

Über das Projekt der Sozialen Stadt Sandheide gibt es auch noch mehr Unterstützung seitens der Stadt. Projektmanagerin für die Soziale Stadt Sandheide, Julia Zinn sowie Jana Fricke und Saskia Goebel vom Quartiertsmanagement Sandheide haben fleißig im Heimatgarten mit angepackt. Saskia Goebel ist auch Ansprechpartnerin für den Heimatgarten. Sie ist jeden Montag von 10 bis 17.30 Uhr persönlich am Sandheider Markt im Büro des Quartiersmanagement oder telefonisch unter der Rufnummer 0151 61647576 erreichbar. Was sich neben dem Heimatgarten in der Sandheide tut, ist regelmäßig auf der Facebookseite www.facebook.com/LieblingsortSandheide/ zu erfahren. Auch der Heimatgarten selbst ist auf Facebook vertreten: www.facebook.com/Heimatgarten-Sandheide-113904559994327.

Möglich wurde die Umsetzung der Idee eines Heimatgartens erst, weil die Grand City Property, der die Häuser in der Sandheide gehören, dem Projekt sehr positiv gegenüberstand. Für die benötigte Wiese gab es ganz unkompliziert einen Nutzungsvertrag. “Wir freuen uns schon darauf, wenn der Garten im Frühjahr zu blühen beginnt”, sagt uns Nils Dugain von Grand City Property erwartungsvoll.

Darauf freuen wir uns bei erkrath.jetzt auch schon.


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