Heiliger Besuch bei der Kinderfeuerwehr

Der Nikolaus besuchte die Kinderfeuerwehr bei ihrer diesjährigen Weihnachtsfeier Foto:tb

Am 29. November wurde die Kinderfeuerwehr in Erkrath ein Jahr alt. Grund für das Betreuerteam, die vergangenen Monate einmal Revue passieren zu lassen. „Wir haben viel miteinander erlebt“, weiß Tina Schlebusch. „Mit den Eltern haben wir zusammen mit den Feuerlöschern gearbeitet, die Kinder in erste Hilfe geschult, haben einen privaten Streichelzoo mit Schweinen und Ziegen besucht, waren im Freizeitparkt, bei einem Grillfest, beim Rettungsdienst, haben Plätzchen gebacken und noch ganz viel mehr.“

Natürlich kam auch die praktische Feuerwehr- Kunde in der Zeit nicht zu kurz. Schließlich ist die Kinderfeuerwehr der Nachwuchs für die darauffolgende Jugendfeuerwehr und gehört ebenso zum Zweig der Freiwilligen Feuerwehr. „Wir konnten schon zwei unserer Kinder in die Jugendfeuerwehr entlassen. Ein weiteres Kind folgt im Januar“, freut sich Guido Vogt. Der Leiter der Feuerwehr Erkrath weiß zwar, dass die Nachwuchsreihen derzeit gut bestückt sind, ist aber dankbar für jedes neue –junge- Mitglied. „16 Plätze hat die Kinderfeuerwehr. Wir achten sehr darauf, dass stets eine gute Mischung- beispielsweise an Altersstruktur und Geschlecht- vorherrscht.“

Die Erkrather Kinderfeuerwehr ist die mittlerweile fünfte Feuerwehr im Kreis Mettmann. In ganz NRW gibt es mittlerweile 89 dieser Zusammenschlüsse. Wie bei den „Großen“, benötigen auch die Kleinsten einen eigenen Dienstplan, der bei den 14tägigen Treffen zum Tragen kommt. Und heute stand „Weihnachtsfeier“ auf dem Dienstplan. Im hauseigenen Veranstaltungsraum an der Schimmelbuschstraße wurden die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern und Großeltern bei besinnlicher Weihnachtsmusik und köstlichem Plätzchen-Naschwerk empfangen.

Und wer ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, die Feier zu besuchen? Der Nikolaus höchst persönlich. „Eigentlich war ich ja schon wieder im Himmel und habe mich ausgeruht“, begrüßte der Mann mit dem weißen Rauschebart die Anwesenden. „Aber der Heilige Florian, der Schutzpatron der Feuerwehrleute, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich noch nach Erkrath muss.“ Und so bedankte sich der Nikolaus mit kleinen Geschenken persönlich bei jedem Kind für den geleisteten Einsatz im vergangenen Jahr. Auch Leiter Guido Vogt wurde mit einem Nikolaus aus Schokolade bedacht. „Dafür, dass du immer ein offenes Ohr für die Kinder hast“, so die Worte des besonderen Besuchers, der auch an andere Gäste süße Überraschungen verschenkte. Mit seiner eigenen Biografie unterhielt der Nikolaus die großen und kleinen Gäste, bevor er sich wieder auf den Rückweg macht. „Die Weihnachtsfeier haben wir auch im vergangenen Jahr schon veranstaltet und ich bin dem Nikolaus sehr dankbar, dass er wieder bei uns war“, freut sich Tina Schlebusch.

Auch für den achtjährigen Cornelius war der Besuch eine große Freude. „Ich bin gerne bei der Kinderfeuerwehr“, gibt der Schüler zu, der selbst den Wunsch äußerte, ein Teil der Feuerwehr zu werden. „Er hatte den Wunsch schon, bevor sich in Erkrath die Kinderfeuerwehr gegründet hat”, berichtet Mutter Miriam Klagge. „Als sich vor einem Jahr die Kinderfeuerwehr in Erkrath gründete, war Cornelius sofort dabei.“ Seitdem bildet sich die Familie dank Cornelius stetig fort. „Wir haben zuhause alle nochmal die stabile Seitenlage gelernt und wissen jetzt auch, wie wir mit einem Feuerlöscher umgehen müssen“, gibt Vater Roland Klagge lachend zu. „Es ist aber ganz besonders die Gemeinschaft, die unserem Sohn gut gefällt. Er hat hier schon viele Freunde gefunden.“ Schwester Janine ist mit ihren fünf Jahren noch zu jung, möchte aber später auch einmal in die Fußstapfen ihres großen Bruders treten. Und so wird der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr sicher auch in Zukunft nicht abebben.

Wissenswertes: Ab Sommer 2020 darf sich die Kinderfeuerwehr über ein eigenes Mannschaftstransportfahrzeug freuen. Der Neun- Sitzer wird zu 80 Prozent vom Innenministerium des Landes NRW gefördert, die restlichen 20 Prozent übernimmt der Förderverein.

Unterstützen Sie den verlagsunabhängigen Journalismus von erkrath.jetzt

erkrath.jetzt ist verlagsunabhängig und nicht gewinnorientiert. Mittel- bis langfristig kann unsere digitale Zeitung, die genossenschaftlich herausgegeben wird, nur mit vielen Abonnenten - unsere ideellen Mitherausgeber - existieren, denn nur so können wir die Arbeit mitarbeitender Journalisten fair honorieren und unsere Infrastruktur- und Fixkosten decken. Aktuell sind für erkrath.jetzt zwei Redakteure und mehrere freie Journalisten im Einsatz.

Sie lesen erkrath.jetzt gern und regelmäßig?

Dann unterstützen Sie unsere Arbeit - einmalig oder mit einem freiwilligen und freiwählbaren Abonnement regelmäßig. Möglich ist das ganz einfach über Steady, Paypal oder direkt auf das Konto der Genossenschaft.

2 Kommentare

  1. Lieber Herr Vogt,

    irgendwie ist Ihr Kommentar vom System in den Spam-Ordner sortiert worden, so dass wir uns erst verspätet darüber freuen konnten.

    Vielen Dank und einen schönen dritten Advent
    Ria Garcia

  2. Liebes Team von erkrath.jetzt,

    danke für den Besuch der Weihnachtsfeier unserer Kinderfeuerwehr und den umfangreichen und tollen Bericht dazu. So funktioniert Lokaljournalismus wenn die Reporterin auch die Zeit hat an den Veranstaltungen vor Ort teilzunehmen.

    Herzlichen Dank auch an den Nikolaus, der nicht nur die Kinder mit seiner tollen Geschichte in den Bann gezogen hat.

    Mit vorweihnachtlichen Grüssen
    Guido Vogt

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*