Grüne hinterfragen tierschutzwidrige Handlungen

Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen kritisiert massive Verstöße gegen den Tierschutz beim Abfischen des Stadtweihers in Hochdahl und beantragt das Thema auf die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung zu setzen.

Sowohl auf YouTube, als auch in verschiedenen Erkrather Internetnetforen kursierte ein Video, das erhebliche Verstöße gegen den Tierschutz im Rahmen des Ablassens des Wassers aus dem Stadtweiher in Hochdahl dokumentierte. Darin war zu sehen, wie lebende Fische meterweit durch die Gegend geschleudert und in blaue Abfallsäcke verpackt wurden, obwohl sie noch zappelten. Auch die spätere Tötung der Fische verstieß offensichtlich gegen das Tierschutzrecht. (Anmerkung der Redaktion: Das Video ist zwischenzeitlich nicht mehr aufrufbar. )

Peter Knitsch, Sprecher der Erkrather Grünen: „Die auf dem Video sichtbaren Verstöße gegen den Tierschutz riefen zurecht Empörung bei vielen Bürgerinnen und Bürgern hervor. Wir wollen aufklären, wie es dazu kommen konnte und haben zunächst zahlreiche Fragen an die Erkrather Stadtverwaltung“.

Unter anderem wollen die Grünen wissen, welche Aufträge von der Stadt Erkrath im Zusammenhang mit der Abfischung und Umsiedlung der im Stadtweiher befindlichen Fische erteilt wurden, an welche Firmen bzw. Organisationen diese gingen und wie dabei die fachkundige, insbesondere tierschutzgerechte Durchführung sichergestellt und überwacht wurde. Von zentraler Bedeutung ist für die Grünen, ob nicht nur im Jahr 2019, sondern auch unmittelbar vor dem Ablassen des Wassers aus dem Weiher Ende März/Anfang April 2020 ein fach- und tierschutzgerechtes Abfischen durchgeführt wurde, da sich offensichtlich noch zahlreiche Fische im Weiher befanden, als das Wasser schon weitgehend abgelaufen war.

Darüber hinaus wollen die Grünen von der Verwaltung wissen, ob Vorkehrungen für andere Tiere getroffen wurden, um deren Lebensraum zu sichern und Brutplätze zu schützen. Gleichzeitig möchte die Fraktion wissen, ob die auf dem Video handelnden Personen beziehungsweise Unternehmen, in deren Auftrag sie tätig wurden, der Verwaltung bekannt sind, wie die Verwaltung das Handeln und tierschutz- und strafrechtlichen Gesichtspunkten bewertet. Auch möchten die Grünen von der Verwaltung wissen, was unternommen wird, um solches Verhalten zu unterbinden und zu ahnden.

Peter Knitsch: “Neben der Aufklärung des Sachverhaltes und der Ermittlung der Verantwortlichen geht es uns vor allem darum, dass solche Verstöße in der Zukunft nicht mehr vorkommen!“


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