Gestatten: Der ‚Neue‘ beim TSV

Mike Lysien ist der neue sportliche Leiter im TSV Hochdahl. Foto: Ria Garcia

Seit Anfang August hat der TSV Hochdahl einen neuen sportlichen Leiter. Mike Lysien geht die neue Aufgabe mit viel Elan an.

Eigentlich hatte Corona ihn beruflich vor eine Herausforderung gestellt. Der Sportwissenschaftler, der im Bachelorstudiengang an der Uni Köln und im Masterstudiengang an der Ruhr-Uni Bochum studiert hat, war vor der Pandemie in der Sporttherapie tätig. Auch als Personaltrainer hat er Menschen auf dem Weg zu persönlicher Fitness und Wohlbefinden begleitet. Doch dann kam Corona und die Pandemie brachte es mit sich, dass er sich schließlich erst einmal arbeitsuchend melden musste. Die Suche führte den in Heiligenhaus lebenden schließlich nach Erkrath in eine Physiotherapiepraxis.

„Natürlich habe ich mich weiter umgeschaut. Ich wollte ja gerne wieder in eine Tätigkeit wechseln, die meinem Studium entspricht“, erinnert Mike Lysien sich. Und dann kam der Tipp eines Trainingskollegen aus dem Basketball: „Du, beim TSV Hochdahl suchen sie einen sportlichen Leiter, wäre das nicht etwas für Dich?“ Mike Lysien informierte sich über den Verein und die Aufgaben. „Mir war schnell klar, dass die Position das beinhaltet, was ich auf meinem weiteren beruflichen Weg gerne tun würde.“

Gut vorbereitet ging Mike Lysien, der sich erst im Juli frisch vermählt hat und in diesem Jahr 30 Jahre alt geworden ist, in die Bewerbungsphase. „Als ich dann nach der Vorstellung die Zusage erhielt, war das ein bisschen, wie ein Hochzeits- und Geburtstagsgeschenk“, drückt er seine Freude aus.

Der erste Monat im TSV

Der Start als sportlicher Leiter war erst einmal geprägt vom Informationen sammeln. „Ich hab mir alle Abteilungen angeschaut, versucht das Vereinsleben und den Verein zu erfassen und mich an meine neuen Aufgaben heran gewagt“, berichtet Mike Lysien. Zu diesen Aufgaben gehören auch die Beantwortung von Anfragen, das Abarbeiten eingehender Emails, Pressearbeit und der Newsletterversand. Letzteren hat er zur Vereinfachung vom Emailversand als PDF auf eine Online-Version umgestellt. Eine der ersten Neuerungen, die er eingeführt hat. Das heißt für ihn nicht, das er den Verein von rechts nach links umkrempeln möchte, aber kleine Verbesserungen in den Arbeitsabläufen lassen mehr Zeit für den Sport. Wie etwa Vertretungen im Reha-Sport, wenn Trainer ausfallen. „Und ich würde mich gern künftig auch im Basketball mehr einbringen. Aber da muss ich erst einmal mit meiner Frau reden“, verrät der sympathische 30-Jährige. Wenn es darum geht, das Beruf und gleichzeitig Hobby auch viel Einsatz an Wochenenden erfordern, dann darf die Dame seines Herzens ein Wörtchen mitreden.

In den ersten Wochen hat sich Mike Lysien auch um den Bereich Eltern-Kind-Turnen gekümmert. „Der dümpelte durch die Pandemie so ein wenig herum“, erklärt er. Mit dem ausgezeichneten Hygienekonzept und den inzwischen eingetretenen Lockerungen bestünden nun wieder neue Möglichkeiten und so hat er erst einmal Bewerbungsgespräche mit neuen Trainern geführt. „Ich hab in den ersten Wochen erfahren, dass es während der gesamten Dauer der Pandemie nicht einen einzigen Corona-Fall hier im TSV gegeben hat. Das zeigt, dass das Hygienekonzept gut ist und sich hier niemand vor Ansteckung fürchten muss.“

Auch die Organisation von Veranstaltungen gehört zu seinem Aufgabengebiet, seien es Infotage zum betrieblichen Gesundheitsmanagement oder – sobald die Pandemie das wieder zulässt – der Neandertallauf. Auch wenn es immer noch Neues zu entdecken gibt: Im TSV fühlt Mike Lysien sich nach gut einem Monat angekommen.

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