Förderung kommt zur rechten Zeit

V.l.n.r.: Dr. Christian Untrieser, (MdL) freut sich mit Ellen Spora (stellv. Vorsitzende TSV) und Dr. Clemens Mittelviefhaus (Vorsitzender TSV) über die Förderzusage des Landes. Foto: RG

Der TSV Hochdahl freut sich über eine Sportstättenförderung des Landes NRW. Die kommt aufgrund anstehender Sanierungsarbeiten genau zur richtigen Zeit.

Im Fritz-Hoppe-Haus stehen Sanierungsarbeiten an, die mit einer viertel Millionen Euro kalkuliert sind. Für den größten Sportverein in Erkrath, der in der Pandemie zwischen 25 und 30 Prozent Mitglieder und damit auch Beiträge verloren hat und darüber hinaus auch im Reha-Bereich massive Umsatzeinbußen hatte, schwer zu stemmen. „Wir waren selbst erschrocken, welcher finanzielle Aufwand da für die Sanierung auf uns zukommt“, erklärt Dr. Clemens Mittelviefhaus, erster Vorsitzender des TSV. „Unser dank gilt Ellen Spora, die sich in die notwendigen Förderanträge eingearbeitet hat, die für die Sportstättenförderung ausgefüllt werden mussten, an Edeltraud van Venrooy vom Stadtsportverband für ihre Unterstützung und natürlich auch dem Land NRW, dass uns die Förderzusage erteilt hat.“

Die gute Nachricht hatte Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, telefonisch überbracht. Im Rahmen des Förderprogramms ‚Moderne Sportstätte 2022‘, das eine Gesamtsumme von 300 Millionen Euro für die nachhaltige Sanierung, Umbauten und Erneuerungen für Sportstätten zur Verfügung stellt, erhält der TSV 80 Prozent der Kosten aus dem Fördertopf. Dr. Christian Untrieser (MdL) hatte es sich nicht nehmen lassen und war persönlich zum Pressetermin erschienen. Er freut sich sehr darüber, dass nun – nach dem Tennisclub 82 – ein weiterer Verein in Erkrath von den Fördermaßnahmen profitiert. „Das Förderprogramm des Landes NRW ist auch eine Wertschätzung und Unterstützung für die tolle Arbeit, die die Ehrenamtler täglich leisten. Das ist gut angelegtes Geld“, lobt er die Unterstützung durchs Land.

Eine Unterstützung, die im TSV dringend gebraucht wird

Erst 2007 fertiggestellt, hat sich im Fritz-Hoppe-Haus ein Sanierungsstau gebildet. Ellen Spora zählt notwendige Arbeiten auf. So muss der Estrich in den Sporträumen erneuert werden, der durch die schweren Hanteln mit den Jahren gelitten hat. Die Lüftungsanlage muss gereinigt werden und am äußeren Sockel des Gebäudes bröckelt die Farbe ab, weil sich Feuchtigkeit gebildet hat. Die Armaturen und Sanitäranlagen der Duschräume müssen erneuert werden und die Öl-Heizung soll durch eine nachhaltigere Heizungsanlage ersetzt werden. Die Raumbeleutung soll künftig über LEDs gelöst werden. Ein Anstrich der Halle, der Ersatz von Spiegeln, der Telefonanlage und einige neue Sportgeräte stehen auch noch an.

Aber erst einmal stehen die Sportangebote wieder im Vordergrund

Größere Arbeiten werden voraussichtlich ab Januar 2022 durchgeführt, denn erst einmal soll der Sportbetrieb nicht unterbrochen werden. Kleinere Arbeiten, wie der Austausch der Telefonanlage, oder auch Arbeiten im Außenbereich werden bereits zeitnah durchgeführt. Noch kehren die Reha-Sporttreibenden nur zögerlich zurück. Viele davon sind Senioren und scheuen das Risiko, wollen warten bis ‚Corona vorbei ist‘. Der Reha-Sport ist neben dem Mitglieder-Sport eine wichtige Einnahme für den TSV. Erstattet werden von den Krankenkassen allerdings nur die Termine, die auch in Präsenz wahrgenommen werden und damit ist der Bereich während der Pandemie erst einmal weggebrochen. „Vor Corona waren wir an der Auslastungsgrenze“, berichtet Ellen Spora. Das sei auch einer der Gründe gewesen, warumder TSV am Forum Sandheide interessiert ist. In der Pandemie ist der Verein von 4000 auf 2800 Mitglieder geschrumpft. „Wir hoffen, dass unsere Mitglieder mit den Lockerungen und dem Sportangebot, dass nun wieder möglich ist, nach und nach zurückkehren.“

Neandertallauf 2022
Fest verbunden ist der TSV auch mit dem Neandertallauf, der aufgrund Corona bereits zum zweiten Mal in Folge abgesagt werden musste. Da stellt sich – nicht nur für Dr. Christian Untrieser im Pressegespräch – natürlich die Frage, ob wir uns im kommenden Jahr wieder darauf freuen dürfen? „Wir sind bereits in der Planung“, verrät Ellen Spora und hofft mit allen anderen, dass Corona nicht noch einmal einen Strich durch die Rechnung macht. Der Streckenverlauf werde sich verändern, genaueres sei aber noch nicht festgelegt.
| Also dann: Trainiert schon einmal fleißig für den nächsten Neandertallauf. |

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