Fleißige Baumeister für die Natur

Gemeinsam haben Schülerinnen und Schüler der Johannesschule ein Vogelhäuschen und ein Insektenhotel gebaut. Foto: RG

In der Johannesschule sorgten viele Kinderhände dafür, dass Insekten und Vögel ein Dach über dem Kopf haben und Futter finden.

In den diesjährigen Sommer- und Herbstferien waren viele kleine Baumeister gemeinsam mit den pädagogischen Kräften der Offenen Ganztagsschule (OGS) aktiv. In den Sommerferien sägten und hämmerten sie, um ein Insektenhotel zu bauen, in das künftig Wildbienen und -wespen, Ohrwürmer, Hummeln und andere Nützlinge einziehen sollen.

“Wir haben gelernt mit Holz zu arbeiten und wir haben miteinander und nicht gegeneinander gearbeitet”, erinnerte sich ein Schüler an die Bauzeit. Eine große Schautafel mit viel Wissenswertem über die verschiedenen Besucher des “Hotels” haben sie dann auch noch gebaut.

Auch in den Herbstferien waren die Kinder aktiv und setzen das Projekt fort. Sie bauten ein Futterhaus für Vögel. In der letzten Woche war Einweihung. Der Raiffeisenmarkt Unterfeldhaus hat für ein Jahr Vogelfutter gespendet und Marktleiterin Sonja Mindt ließ es sich nicht nehmen zur Einweihung des Futterhauses persönlich vorbei zuschauen. Auch Karin Tost, Fachbereichsleiterin des SKFM, Träger der OGS, war zu Besuch.

Christoph Flor, Lehrer an der Johannesschule, erzählte, dass er mit einer Klasse eine Stunde lang Wildbienen gezählt hat und ließ die Kinder schätzen, wie viele Bienen gezählt wurden. “100”, “200 bis 300” und “500” riefen ihm die Kinder zu. “Es waren genau vier”, verriet er das Ergebnis und erklärte, wie wichtig es sei achtsam mit Natur umgehen.

Auch wenn die Schätzungen weit daneben lagen, wissen die Kinder schon viel mehr, als man ihnen zutraut. “Wenn es keine Insekten mehr gibt, können wir auch nicht mehr leben”, erklärte eine Schülerin, warum man sich gemeinsam um die Natur und die Insekten kümmern sollte. Ich habe mich so für die Umwelt interessiert, dass ich zu den Pfadfindern gegangen und auch mit in ein Lager gefahren bin. Ich war auch bei Fridays for Future”, erzählte eine andere Schülerin. “Wir waren mit Paul im Wald und haben Müll gesammelt. Das war ekelig, deshalb haben wir alle Handschuhe getragen”, erinnerte sich ein weiterer Schüler. (Paul ist einer der pädagogischen Betreuer der OGS.)

Künftig wollen sich alle gemeinsam um das Futterhaus kümmern. Ein Nistkasten soll auch noch entstehen. Und natürlich brauchen die Insekten auch noch Blumen, damit auch sie Blütenstaub finden. “Wenn wir dürfen und finanzielle Unterstützung erhalten, würden wir gerne noch eine Blumenwiese aussähen”, verriet Schulleiterin Regina Bergermann. “Saatgut für 100 Quadratmeter Blumenwiese bekommt Ihr von mir”, bot Sonja Mindt vom Raiffeisenmarkt sogleich auch hier ihre Unterstützung an.

Mit Insektenhotel und Schautafel, Futterhaus für Vögel und künftig auch noch einer Blumenwiese am Hang oberhalb des kleinen Schulhofs lassen sich Natur und Umweltthemen auch für die Lehrer künftig praxisnah im Unterricht aufgreifen.


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