Farbenfrohe Kunst im Morper Park

Art in the Park Erkrath 2021
Bunte Fischaugen von Marayle Küpper sprangen den Besuchern sprichwörtlich ins Auge/ Foto: KF

Zum mittlerweile zehnten Mal trafen sich Künstler und Künstlerfreunde der NeanderArtGroup zur Openair-Ausstellung im Morper Park.

Die „Art in the Park“ konnte im letzten Jahr Corona-bedingt nicht stattfinden. Und auch einige Regentage hatten die Veranstaltung seit ihrer Gründung sprichwörtlich ins Wasser fallen lassen. Nicht jedoch am vergangenen Sonntag, als sich die Sonne immer mal wieder zwischen den Wolken hervorschob.

Gut 20 verschiedene Aussteller, die nicht nur aus Erkrath stammten, nahmen an der Kunstausstellung teil. Initiatorin Bianca Schulz zeigte sich vom Zulauf sichtlich begeistert. „Es ist so schön, mal wieder was in Gemeinschaft zu machen. Ich freue mich sehr, dass sich so viele Künstler beteiligt haben.“ Und auch Vorsitzender Ralf Buchholz, der seinen Wohnsitz vor einigen Monaten an den Niederrhein verlegt hat, nahm die Reise nach Erkrath gerne auf sich. „Wir haben hier heute Künstler aus Oberhausen, Viersen, Krefeld, Düsseldorf und anderen Städten. Schade nur, dass so wenige Mitglieder der NeanderArtGroup selbst dabei sind“, übt ein wenig Kritik.

Einen Abbruch hat es der Veranstaltung nicht getan. Bereits die naturnahe Kulisse war Anziehungspunkt genug. Hinzu kamen neben Malereien auch diverse andere Kunstdarstellungen: Von Skulpturen über Strandgutkunst bis hin zu Scherben-Stücken. Ute Löschnig beispielsweise fertigt aus altem Strandgut kleine Kunstwerke an. „Oft sehe ich in den gefundenen Stücken schon, was es mal werden soll. Beispielsweise ein Vogelkopf, ein Kugelfisch oder ein Wal. Ich gebe ihnen dann nur noch den letzten Schliff“, so die Künstlerin, die sich darüber freut, endlich mal wieder in der Gemeinschaft auszustellen. Wenige Stände weiter stellt Heike Moldenhauer vom Scherbenatelier Düsseldorf ihre filigrane Scherbenkunst aus, die sie in Beton gegossen hat. „Entstanden ist die Idee zu dieser Kunst, als ich auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken für meine Geschwister war“, berichtet die Düsseldorferin, die ihre Kunst größtenteils über das Internet vertreibt. „Für mich ist es heute tatsächlich meine erste Ausstellung“, erklärt sie weiter.

Ausstellung als Andenken für Bill Michael Laux

Anders sieht das bei Tanja Kühn von Kühnart aus. Die junge Künstlerin fand man zum wiederholten Mal bei der offenen Ausstellung der NeanderArtGroup. Mit ihren Schildern, Anhängern und Ohrringen schaffte sie neben großformatiger Kunst eine schöne Abwechslung. „Solche Veranstaltungen sind für uns als Künstler sehr wichtig, um uns weiter zu vernetzen“, ist sich die Künstlerin sicher. Lazaros Kokoras aus Düsseldorf zeigte in Erkrath nicht seine eigene Kunst sondern die eindrucksvollen Skulpturen eines lieben und bereits verstorbenen Freundes: Bill Michael Laux. „Es ist wichtig, dass die Kunst gesehen wird“, verdeutlichte der Düsseldorfer, der gerne Einblicke in die Kunstwelt von Bill Michael Laux liefert- angefangen von organisch aussehenden Skulpturen aus Plastikflaschen bis hin zu übergroßen Kerzen- und Leuchtentonnen.

Bei Auftragsmalerin Jeanne Schillings bekamen die Besucher eine Idee davon wie es sein kann, eine Malerei in Auftrag zu geben. „Oft sind Menschen auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Bild. Das kann ich dann erstellen“, so die erfahrene Künstlerin, die mit kleinformatigen Werken von Düsseldorf nach Erkrath reiste. „Meine größeren Bilder stehen allesamt in meinem Atelier an der Birkenstraße“, erklärt die Künstlerin weiter. Am Stand von Marayla Küpper wurde es bunt. Fischaugen in allen Variationen warteten darauf, ebenfalls bestaunt zu werden. „Ich bin Taucherin und den meisten Fischen habe ich schon in die Augen geguckt“, lacht die aus Duisburg stammende Künstlerin, die auch gedruckte Fensterbilder im Angebot hatte. Um diese optisch ins rechte Licht zu rücken, hängte Marayle Küpper die Druckbilder kurzerhand zwischen den Bäumen auf.

Fischaugen, Karibikbilder und Vogelkunst

Ebenfalls farbenfroh wurde es am Stand von Federica, die in ihren Bildern ihre Erinnerungen an die Karibik auf Papier brachte. „Dort habe ich drei Jahre gelebt“, berichtet die Künstlerin, die ihr Atelier in Düsseldorf Kaiserswerth hat. Und auch Petra Nolting, die zum wiederholten Mal nach Erkrath kam, begeisterte mit viel Farbe und figürlichen Darstellungen. „Ich habe gerade in der Corona-Zeit viele Vogel-Bilder gemacht. Die hab ich heute mitgebracht“, erklärt sie.

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