Erster Erkrather Heimat-Preis vergeben

Bürgermeister Christoph Schultz und seine Stellvertreterinnen Regina Wedding und Sabine Lahnstein überreichten die Ehrungen an die ersten Preisträger des Erkrather Heimat-Preises Foto:tb

Der Einstieg in die gestrige Ratssitzung war festlich. Zum ersten Mal konnte die Stadt Erkrath unter dem Motto „Nordrhein- Westfalen heimatet“ einen Heimat-Preis vergeben. 140 Kommunen in NRW haben sich für diesen Schritt entschieden, der das Engagement der Menschen in der eigenen „Heimat“ besonders würdigt. Und so fand sich auch in Erkrath eine interne Jury (bestehend aus dem Bürgermeister und dessen Stellvertretung, je einem Vertreter der Ratsfraktionen sowie weiteren Vertretern aus der Bürgerschaft) zusammen, um drei Preisträger zu benennen.

Der dritte Preis ging im Premierenjahr an den Förderkreis Denkmal und Kulturpflege e.V., der maßgeblich die Entwicklung und Ausarbeitung der Entdeckerschleifen Erkrath, Hochdahl und Unterfeldhaus vorangetrieben hat. „Für uns ist dieser Preis Ansporn und Bestätigung zugleich“, sind sich die Vereinsmitglieder sicher, die zeitgleich ihren Dank an die Verwaltungen in Mettmann und Erkrath richten. „Ohne die tatkräftige Unterstützung wäre unser Vorhaben nicht möglich gewesen.“ Der Verein darf sich über 1.000 Euro Preisgeld freuen.

Der zweite Preis ging in diesem Jahr an eine Einzelperson. Horst-Ulrich Osmann wurde für die Zusammenstellung von Referaten, Publikationen sowie Präsentationen zur Familienforschung und Ortsgeschichte von Erkrath gewürdigt. Der Preisträger ist seit 1979 Mitglied im Bergischen Geschichtsverein und seine Chroniken reichen zurück bis ins 11. Jahrhundert. „Ich freue mich über diese positive Bewertung“, bedankte sich Osmann im Rahmen der Preisverleihung und nahm neben einer Urkunde auch seinen Gewinnerpokal entgegen. Der zweite Platz ist mit 1.500 Euro Preisgeld dotiert.

Auf das Siegertreppchen schaffte es der Eisenbahn- und Heimatmuseumsverein, der von seinem Vorsitzenden Dr. Ralf Fellenberg vertreten wurde. Neben dem Museumsbetrieb zählt auch die Aufarbeitung historischer Loks sowie die Durchführung und Unterstützung von Veranstaltungen zum weitreichenden Engagement des Vereins. „Ich gebe den Dank an alle Mitglieder, Aktive und alle Beteiligten weiter“, so Fellenberg, der sich zudem bei den Museumsbesuchern bedankte. „Wären unsere Besucher nicht so neugierig, würde es uns in diesem Form nicht mehr geben.“ Der erste Platz wurde mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro ausgezeichnet.

Wissenswertes: Beworben für den ersten Erkrather Heimat-Preis haben sich insgesamt elf Einzelpersonen, Vereine oder sonstige Gruppen lokal engagierter Menschen. Das Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro wurde vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Heimatkongresses am 28. März 2020 in Wuppertal wird unter allen Erstplatzierten zudem der Landes-Heimat-Preis vergeben.

Der Heimat-Preis wurde in Erkrath zum ersten Mal vergeben
Foto: Stadt Erkrath

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