Erste kostenlose EVK-App

Leitende Hebamme Alice Semmler und Chefarzt Dr. med. Clemens Stock stellen die neue Baby-App vor Foto: Tanja Bamme

Sie ist die neuste Innovation aus dem Evangelischen Krankenhaus Mettmann: Die Baby-App, die ab sofort kostenlos für Android- und iOS-Nutzer in den passenden Stores zum Download bereitsteht.

„Die Corona-Krise hat gezeigt, dass durch die Digitalisierung vieles möglich ist“, steigt EVK-Geschäftsführer Bernd Huckels in die heutige Pressekonferenz ein. Und so wurde die bereits seit längerer Zeit geplante App-Initiierung auf Grund der Pandemie beschleunigt. Die App kommt nicht nur visuell mit zahlreichen Bildern der hauseigenen Geburtsabteilung daher, sondern hat auch inhaltlich eine Menge zu bieten. Transparenz für Eltern zu schaffen, war dabei stets der Motor, der den App-Gedanken vorangetrieben hat. Und so ist das Gerüst der neuen App selbsterklärend aufgebaut, bietet Informationen rund um das Leistungsangebot des Geburtsfachbereichs und zeigt Vernetzungen zu niedergelassenen Ärzten und anderen Kooperationspartnern auf.

Entbindungsampel ist Weltneuheit

Virtuelle Interaktion ist mit der App ebenfalls möglich und das ist tatsächlich Weltneuheit. Die sogenannten „Entbindungsampel“ hat Chefarzt Dr. med. Clemens Stock selbst entwickelt. Im Frage-/Antwortverfahren können sich Mütter durch eine Entscheidungshilfe klicken, die wiederum den offiziellen Fragestellungen der Fachgesellschaft für Gynäkologie zu Grunde liegen. Hintergrund dieser Ampel: Sie gibt Hinweise, ob die werdenden Eltern die Unterstützung eines Pränatal- Zentrums in Anspruch nehmen müssen. Mit dem Wegfall der Kinderklinik im Helios Klinikum Niederberg in Velbert weist der Kreis Mettmann aktuell kein solches Zentrum auf. „Fest steht, dass 80-85 Prozent aller Geburten nicht in einem Pränatal-Zentrum stattfinden müssen“, erklärt Chefarzt Dr. Stock, der zeitgleich die Vorteile des EVK Mettmanns herausstellt. „Oft werden solche Zentren als sehr unübersichtlich beschrieben, weil eine Vielzahl an Geburten dort aufschlagen. Die Geburt bei uns ist individueller und auch persönlicher“, ist sich Dr. med. Clemens Stock sicher.

Kreissaalführung vom heimischen Sofa

Die App hält noch weitere Überraschungen bereit. So können Interessierte eine virtuelle Kreissaalführung erleben. Diese wurde als Notlösung während der Pandemiezeit initiiert, steht den App-Nutzern aber auch weiterhin zur Verfügung. Dass mit der Neuerung auch die hausinterne Abläufe optimiert werden können, dessen ist sich Alice Semmler, Leitende Hebamme, sicher. „Wir wollen in Zukunft vermehrt die Dienstleistungen online lenken, denn wir wenden uns an die Generation Smartphone.“ Zwar ist eine Terminvergabe über die App noch Zukunftsmusik, dieser Prozess soll aber auch bald Einzug in das Angebot halten.

Noch mehr Hinweise

Praktische Informationen für Eltern gibt es ebenfalls. So werden schnelle Tipps in Notfallsituationen (Verschlucken, Vergiften, Verbrennen und vieles mehr) gegeben. Eine Übersicht aller kreisweiten Kinderärzte enthält die App ebenfalls. Geschäftsführer Bernd Huckels denkt noch größer und könnte sich vorstellen, diese digitale Lösung künftig auch für weitere Fachbereiche auszuweiten.

Mit dem QR-Code direkt zur App

Durch Scannen dieses QR-Codes gelangen Sie direkt zur kostenlosen App (Play Store für Android oder App Store für iOS).


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