Erste Einsatzbilanz der Kreispolizeibehörde Mettmann

Kreispolizeibehörde Mettmann

Symbolbild

Unzählige Notrufe wegen vollgelaufener Keller, überschwemmten Straßen, Tiefgaragen oder Unterführungen, wegen unterspülter Brücken oder Gleise: Der Mittwoch (14. Juli 2021) sowie die Nacht zu Donnerstag (15. Juli 2021) stand für die Kreispolizeibehörde Mettmann ganz im Zeichen des Starkregens und der Überflutungen in weiten Teilen des Kreisgebietes.

Hier eine erste Bilanz der zurückliegenden Nacht aus Sicht der Polizei:

Witterungsbedingt kam es im Kreisgebiet Mettmann zu insgesamt 216 Meldungen an die Polizei aufgrund umgestürzter Bäume und vollgelaufener Keller. Vereinzelt kam es zu Stromausfällen. Im gesamten Kreisgebiet war der Öffentliche Personennahverkehr eingeschränkt und zum Teil auch komplett eingestellt worden. Nach bisherigem Kenntnisstand gab es in der Nacht keine Verletzten.

In Langenfeld war die Hildener Straße durch starke Wassermassen nicht mehr befahrbar, hier drohte außerdem eine Brücke des Rietherbaches durch Über- und Unterspülung einzustürzen. Die Feuerwehr löste Großalarm aus. Ein angrenzender Reiterhof sowie umliegende Gebäude wurden evakuiert.

In Ratingen war die Düsseldorfer Straße in Höhe der U-Bahn-Haltestelle überflutet; es kam zu mehreren Unfällen, wobei ein Fahrzeug von einer Leitplanke gezogen werden musste.

Die dortige Schwarzbachklinik sowie eine Obdachlosenunterkunft mussten aufgrund der enormen Wassermengen evakuiert werden, der Strom wurde abgeschaltet. Die Feuerwehr war mit starken Kräften vor Ort. Im Stadtgebiet von Ratingen kam es weiterhin zum Einsturz einer Kellerwand eines Einfamilienhauses sowie zu Wassereinbruch und Gasaustritt in ein Mehrfamilienhaus, welches evakuiert werden musste.

In Velbert wurde die Fellerstraße durch den übergetretenen Felderbach unterspült. Ein Rettungswagen blieb dort stecken und konnte im Laufe der Nacht nicht mehr geborgen werden.

Auch aus den anderen Städten des Kreises wurden zum Teil schwere Überschwemmungen gemeldet. Insbesondere die Feuerwehr, aber auch andere Einrichtungen und Hilfsorganisationen (DRK, THW, Johanniter und viele mehr) waren im Dauereinsatz.

Auch am heutigen Donnerstagmorgen (15. Juli 2021) dauern die gemeinsamen Einsätze noch nach wie vor an. Im gesamten Kreisgebiet gibt es noch Straßen und Unterführungen, die nicht befahrbar sind, derzeit zum Beispiel die Unterführung an der Solinger Straße / Hardt in Langenfeld, die Hildener Straße im Bereich des Rietherbachs oder weite Teile des Neandertals zwischen Erkrath und Mettmann. Schwer überschwemmt wurde auch die Hildener Innenstadt sowie Teile von Velbert-Langenberg.

Eine aktualisierte Auflistung der gesperrten Straßen finden Bürgerinnen und Bürger fortlaufend auf den Social-Media-Kanälen der Kreispolizeibehörde Mettmann (Facebook, Twitter, Instagram). Dort wird die Polizei im Laufe des Tages weitere Updates zum Einsatzgeschehen sowie Handlungsempfehlungen veröffentlichen.

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