Erkrather Schüler entwickelt Grammatik-App

Der 17-jährige Dominik hat eine Grammatik- und Rechtschreibe-App entwickelt/ Foto: Dominik Klepek

Der 17-jährige Dominik Klepek hat eine Grammatik- und Rechtschreibe-App entwickelt, die kostenlos nutzbar ist.

Wohin mit dem Komma, welcher Artikel ist richtig und was ist eigentlich ein Relativpronomen? All diese Fragen kann die Rechtschreibe- und Grammatik-App Grammario beantworten. Das intuitiv nutzbare Tool wurde von dem 17-jährigen Erkrather Dominik Klepek entwickelt, der derzeit noch die 11. Klasse des Gymnasiums Hochdahl besucht.

App mit spielerischen Elementen

„Die Idee zu dieser App kam mir im Sommer 2018“, erinnert sich Dominik, der schon immer einen starken Bezug zur deutschen Sprache hatte. Ihm war aufgefallen, dass in seinem persönlichen Umfeld viele Menschen Probleme, besonders mit der Grammatik und der Rechtschreibung, hatten. „Und da ich die Sprache recht gut beherrsche, wollte ich den anderen Leuten helfen“, so Dominik, der eine App entwickeln wollte, die mit spielerischen Elementen bestückt ist. Doch wie kommt ein damals noch 15-jähriger Schüler dazu, ein Programm zu schreiben? „Meine beiden Brüder studieren Informatik und auch mich hat dieses Thema immer begeistert“, erzählt uns der künftige Abiturient. Mit gerade einmal acht Jahren hat er die ersten Programme geschrieben, sich sein Wissen durch Internetvideos angeeignet.

grammario.de wird weiterentwickelt

Mit Grammario ist ihm eine App gelungen, die sich an alle Generationen richtet, die ihr Wissen auffrischen oder vertiefen wollen. „Ein gewisses Grundkenntnis der deutschen Sprache sollte aber vorhanden sein, denn auch die Erklärungen sind auf Deutsch“, verrät er. Ein reines Sprachlernprogramm ist Grammario also nicht. Seit Januar dieses Jahres ist die Browserversion kostenfrei für alle Nutzer zugänglich. Eineinhalb Jahre hat Dominik für die Fertigstellung gebraucht. Abgeschlossen ist das App-Projekt aber nicht. „Denn im Frühjahr nächsten Jahres soll die App in den gängigen Appstores zum Download zur Verfügung stehen“, erklärt der talentierte Schüler, der derzeit mit einem weiteren Mitarbeiter an der Fertigstellung tüftelt. Wichtig sind für ihn die Resonanzen der Benutzer. „Denn nur so wissen wir, was wir gut gemacht haben und was noch verbessert werden soll.“

Mit 17 Jahren unbeschränkt geschäftsfähig

Auch in Zukunft soll Grammario in der Basis-Version kostenfrei bleiben. Eine sogenannte „Pro“- Version wiederum kann in einem Abo erworben werden. „Dann sind alle Inhalte freigeschaltet“, so Dominik, der übrigens sein Start-up Unternehmen eigenständig leitet. Dafür ist es sogar bis vor das Familiengericht in Düsseldorf gezogen und hat die unbeschränkte Geschäftsfähigkeit beantragt. „Der Prozess hat sechs Monate gedauert und war von unzähligen Stellungnahmen meinerseits und einer persönlichen Anhörung geprägt“, erinnert sich der Schüler, der im Juni vergangenen Jahres mit einem gerichtlichen Beschluss belohnt wurde.

Für Schulen hat er sogar eine eigene Schulversion geschrieben. “Diese wurde im Unterricht auch schon genutzt”, verrät der Schüler, der auch Legastheniker mit seiner App “arbeiten” lies. “Die App ist leicht verständlich und daher auch für Legastheniker und Zuwanderer geeignet”, zieht Dominik sein Resümee.

In der Freizeit greift Dominik zur Gitarre

Dass für den Gymnasiasten eigentlich nur eine berufliche Zukunft in der Informatikbranche in Betracht kommt, scheint nachvollziehbar. „Noch weiß ich aber nicht, welchen Weg ich nach dem Abitur einschlagen werde“, gibt der Schüler zu. Gerne möchte er noch mehr Zeit in die Entwicklung seiner Grammatik- und Rechtschreibe-App investieren, den Ausbau künftig vielleicht hauptberuflich vorantreiben. Neben der Schule und dem App-Projekt ist Dominik aber auch noch ein „ganz normaler“ Jugendlicher. Seit sechs Jahren spielt er Badminton im Verein, greift gerne zur Gitarre und liest viel.

Dominik ist stets auf der Suche nach weiteren Partnern, die seine App weiterempfehlen. In seinem Netzwerk lassen sich mittlerweile einige Sprachschulen und Personalagenturen finden. Kontakt zu dem engagierten Jung-Programmierer bekommt man unter support@grammario.de.

Bei den Düsseldorfer “Start Now Days” im vergangenen Jahr konnte Dominik seine App präsentieren. Bei einem Gründerseminar im Wert von 3.000 Euro, dessen Teilnahme er gewonnen hat, konnte er ein Wochenende wichtige Informationen sammeln. Foto: k28photography

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1 Kommentar

  1. Gut das es ihn in Erkrath gibt. hoffe er erhält die Unterstützung die er für sein Projekt braucht. Von Stadt, Kreis und Land und natürlich viel wichtiger von Schule und all denen die dort eine Leitungsfunktion haben und diese auch nutzen.

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