Erkrath in Aktion

Nach einem Jahr Corona-bedingter Pause war gestern wieder richtig viel los, zum Aktionstag der Wirtschaft. Wir haben bei ein paar Projekten ‚reingeschnuppert‘.

Nachdem in den Räumen des Mosaik in der Sandheide während des Lockdowns frische Farbe an die Wände kam und vieles schön gestaltet wurde, sollten am Aktionstag nun die Balkone folgen. Aber nicht nur schöner sollten sie werden. Auf einem der Balkone soll eine Outdoor-Kreativ-Werkstatt entstehen. Hilfe gab es bei der Umsetzung von Mitarbeitern der Firmen Schmincke und Kokusai Electric. Bei bestem Aktionstagswetter wurde fleißig neu gestrichen, wurden Blumen besorgt und in Kästen gepflanzt. Heute wurden die Vorarbeiten für die Outdor-Kreativ-Werkstatt geleistet. Bis sie fertig ist, dauert es noch ein klein wenig. „Den ersten Unfall gab es leider auch schon“, erzählt uns Marei. Der hatte allerdings nur ein Sweatshirt zum Opfer, das Farbe abbekommen hatte. Die ‚Notfallversorgung‘ übernahm Marei und mit ein wenig Glück ist auch das bald wieder wie neu. Marc Stosberg hatte sich unter die Anstreicher begeben. Mit seiner Größe war er prädestiniert zum Streichen der Decken. Die Zusammenarbeit mit den Helfern klappte reibungslos und Zeit für ein wenig Spaß bei der Arbeit blieb auch. Die neuen Blumenkästen wurden derweil im Heimatgarten bepflanzt. „Die können erst aufgehängt werden, wenn die Farbe trocken ist“, erklärt uns eine Helferin.

Ein Schulsong und das IT-Café

„Wir haben Glück gehabt und konnten gleich zwei Projekte angegehen“, freut sich Schulleiter Uwe Heidelberg in der Realschule Hochdahl. Das war zum einen der erste Schritt fürs geplante IT-Café und zum anderen die Aufnahme des Schulsongs, mit der ein Video entsteht. Fürs IT-Café fanden sich Unterstützer vom Heilein Systemhaus und computing competence. „Dominik Heilein und Marcel Stritzelberger kamen heute mit einer ganzen Wagenladung Computer hier an und die Schüler durften Platinen ein- und ausbauen“, zeigte sich Heidelberg beeindruckt. Das Interesse an diesem Projekt war groß, so dass am Ende ausgelost werden musste, welche Schüler aus den 8ten, 9ten und 10ten Klassen teilnehmen durften. In der nächsten Zeit wird geplant und ein Konzept erstellt. Das IT-Café soll ein außerschulisches Angebot werden. „Da dürfen sich dann die IT-affinen Schüler so richtig austoben“, erklärt Uwe Heidelberg. Ziel ist es, die Schüler das IT-Café weitestgehend selbstständig leiten zu lassen. Er hofft, dass sich in die Umsetzung vielleicht auch noch engagierte Eltern einbringen. Start soll Ende dieses Jahres oder Anfang des kommenden Jahres sein.

Während eine größere Gruppe Schüler fleißig an Computern bastelte, war Uwe Heidelberg mit fünf Schülerinnen und dem Tontechniker Ingo Thus im Musikraum der Schule aktiv. Dort entstanden gestern die Tonaufnahmen des Schulsongs, mit denen später ein Video erstellt wird. Uwe Heidelberg selbst sowie Martina, Amalia, Snow White, Shad und Lethycia haben ihn gesungen.

Unterstützt wurde das Projekt von der Kreissparkasse Düsseldorf. Thomas Döring, Gebietsdirektor der Kreissparkasse in Düsseldorf, Erkrath und Mettmann ließ es sich nicht nehmen, persönlich vorbei zuschauen. Er fragte die Schülerinnen nach ihren Berufswünschen und riet ihnen dann: „Behaltet Eure Ziele im Auge.“ Dann setzte er noch hinzu: „Ihr hab einen richtig coolen Rektor.“

Ein Ort zum Erinnern

Schon länger wünscht man sich im Johanniter-Haus einen Ort, an dem man Abschied nehmen kann oder sich an liebe Menschen erinnert, die man vermisst. Einen Raum der Stille einzurichten scheiterte an den Raumkapazitäten im Haus und was lag da näher, als einen Ort im ‚Garten der Sinne‘ zu schaffen. Die Idee unterstützten heute Mitarbeiter von Timocom. Rund um einen Baum im Garten entstand mittig ein kleines Pflanzbeet, das von weißen Steinen gesäumt wird. „In diesen Steinkreis kann jeder einen bemalten und/oder beschrifteten Stein für den Menschen legen, an den er sich erinnern möchte“, erklärt Gabi Gründker. Erste Steine sind heute schon entstanden. „Eine Malgruppe, die sich freitags in der Begegnungsstätte trifft, hat heute nicht den Pinsel auf der Leinwand geschwungen, sondern die ersten Steine bemalt“, berichtet Eva Flader. Auch Bewohner und Besucher haben Steine bemalt, selbst die fleißigen Helfer von Timocom haben zum Abschluss noch je einen bemalten Stein beigetragen.

„Vor kurzem ist eine Bewohnerin verstorben. Als wir den Angehörigen vom Ort des Erinnerns erzählt haben, haben sie gleich einen Stein mitgenommen, den sie später hier niederlegen möchten“, freut sich Gabi Gründker darüber, dass die Idee sofort angenommen wird.

Schrauben können sie …

Da hatte sich zum Aktionstag ein Dreamteam gebildet. Die Eisenbahn- und technikaffinen ‚Jungs aus dem Lokschuppen‘ mit den ’schraubversierten‘ Jungs und Mädels von Autodienst Alfons Kunz. Da konnte ja nur etwas Gutes bei herauskommen. In diesem Fall die Überholung eines Modell zur Dampfloksteuerung, das wieder für Kinder und Jugendliche bedienbar sein sollte. Das Modell gab es schon, aber es funktionierte eben nicht mehr. ‚Lass da mal die Profis ran‘, hat man sich wohl bei Auto Kunz gedacht. Jedenfalls hatten die Eisenbahnfreunde und Autoliebhaber heute gemeinsam viel Spaß.

„Gemeinsam mit zwei Vertretern der Fa. Auto Kunz haben wir das Modell jetzt gangbar gemacht, einiges farblich ausgebessert und die Teile am Modell beschriftet. Für uns ein erfolgreicher Tag und es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Wir danken sehr herzlich der Fa. Auto Kunz in Erkrath für die große Unterstützung“, freut sich Dr. Ralf Fellenberg, Vorsitzender des Eisenbahn- und Heimatmuseums Erkrath-Hochdahl.

Keine After Work Party

Eine After Work Party gab es in diesem Jahr noch nicht wieder. Zu groß waren in der Planung die Unwägbarkeiten mit dem Wetter und dem Pandemiegeschehen. „Das ist schade. Das war immer sehr schön, wenn abends noch einmal alle zusammen gekommen sind“, bedauert Gabi Gründker. „Aber wir haben uns sehr gefreut, dass in diesem Jahr zumindest der Aktionstag selbst wieder stattfinden konnte.“

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