Ein Stück Hollywood in Erkrath

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Die Sängerin Patty Gurdy dreht das Musikvideo zu ihrem neuen Song "Horizon turns red" in der Höhle vom Neandertal No1/ Foto: Tanja Bamme

Patty Gurdy hilft nicht nur der Drehleier zum fulminanten Comeback sondern wirft auch ein bisschen Glanz und Glitzer auf das beschauliche Neandertal.

Die Sängerin Patty Gurdy hat sie wieder salonfähig gemacht, die Drehleier. Rund 100 Jahre war das Streichinstrument von der Bildfläche der Bühnen verschwunden, ihr Comeback soll aber fulminant werden. Und dafür möchte Patty Gurdy sorgen. Die in Düsseldorf geboren und aufgewachsene Musikerin weiß das komplexe Instrument gekonnt in Szene zu setzen. Auch in ihrem aktuellen Musikvideo „Horizon turns red“ ist ihre Drehleier ein bisschen der heimliche Star vor der Kamera.

„Seit ich zehn Jahre alt bin spiele ich in Bands“, berichtet die junge Sängerin, die sich immer schon in der Folk-Szene zuhause fühlte. Gitarre oder Klavier- die klassischen Instrumente waren ihr schnell zu eingeschränkt spielbar. „Und so bin ich irgendwann auf die Drehleier gekommen. Es handelt sich hierbei um ein Bordun-Instrument, heißt ein Bass schwingt die ganze Zeit mit“, berichtet sie in einem Interview mit Erkrath.jetzt. Auch der eher bekannte Dudelsack ist ein solches Bordun-Instrument. “Ich bin mir aber sicher, dass die Drehleier den Dudelsack irgendwann in der Popularität überholen wird”, zeigt sich die Sängerin selbstbewusst.

Ihr aktueller Song ist bereits die vierte Auskopplung aus ihrer CD „Frost and Faeries“- ihr mittlerweile drittes Album. Erschienen ist es im November vergangenen Jahres. „Und es war eine echte Corona-Produktion“, gibt die Künstlerin wieder. Denn eigentlich sollte die neue CD mit einer Tour gefeiert und vorgestellt werden. Die Pandemie machte dies unmöglich. Dafür blieb mehr Zeit für die Ausarbeitung von Musikvideos. Und das aktuelle Video, das ist sogar vor der Haustür Erkraths entstanden: Mitten im Neandertal.

In der Höhle des Cafés Neandertal No1 hat Patty Gurdy eine passende Kulisse für ihr keltisch klingendes Lied gefunden. Auch Inhaberin Caterina Klusemann ist von der Abwechslung in ihren Räumen ganz begeistert. „Ich bin sehr gespannt, wie das Video in der Höhle am Ende wirkt und wie sie in Szene gesetzt wird“, gibt sie wieder. Für das „richtig in Szene setzen“ ist Kameramann und Fotograf Oli Weisskopf zuständig. Er ist es auch gewesen, der Höhle und Sängerin zusammengebracht hat. „Wir kennen uns schon eine ganze Zeit und ich habe auch vorher schon Musikvideos von Patty Gurdy produziert“, berichtet der Mann hinter der Kamera.

Eine Unbekannte ist Patty Gurdy in der Folk-Szene nicht. Ihr Youtube-Kanal weist über 300.000 Abonnenten auf. Und auch mit Hollywood-Größen hat es die Düsseldorferin schon zu tun gehabt. Für die Amazon-Produktion „Carnival Row“ sang Patty Gurdy die Titelmusik, bekam sogar eine kleine Gastrolle zugesprochen und traf mitunter Hauptdarsteller Orlando Bloom. Ab sofort ist das neuste Video der Sängerin auf ihrem Kanal online. Und Erkrath durch Patty Gurdy und ihre beeindruckende Drehleier ein Stück weiter in Richtung Hollywood gerückt.

Wissenswertes: Die Waldszenen in dem Video sind übrigens im Neandertal gedreht worden. Dafür diente die Lieblingsstelle der Familie Klusemann: Der Butterberg mit seiner traumhaften Aussicht über den Wald und den Fluss.

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