Ein buntes Haus für Alle

  • Anzeige
Künstler Lothar Kniep (rechts) hält seinen Siegesentwurf in den Händen. Auch Michael Inden (Vorstand SKFM) sowie Kornelia Frotz, Wolfgang Sendermann und Bürgermeister Christoph Schultz sind von dem Ergebnis überzeugt/ Foto: TB

Künstler Lothar Kniep konnte die Jury des Wettbewerbs “Kunst am Bau” für das neue Forum Sandheide von seinem Gesamtkonzept überzeugen.

Wie wird es einmal aussehen, das neue Forum Sandheide an der Hildener Straße? Mit dieser Frage haben sich die fünf Vereine beschäftigt, die das Gebäude künftig beziehen werden. Um die Öffentlichkeit mit einzubeziehen, wurde bereits am 6. November vergangenen Jahres die Aktion „Kunst am Bau“ vorgestellt, die sich an lokale Künstler richtete. Gefordert waren Vorschläge für die Fassadengestaltung, aber auch für die Gestaltung des Eingangsbereiches, einer Stele für den Vorgarten und ein Logo. 12 interessierte Künstler haben sich im vergangenen Jahr gemeldet, 11 Vorschläge unterschiedlicher Natur sind im Nachhinein eingereicht worden.

Überzeugen konnte die siebenköpfige Jury, die aus Vertretern der Vereine sowie weiteren, qualifizierten Fachpersonen bestand, abschließend ein Künstler. Der Erkrather Lothar Kniep hat mit seinem Gesamtkonzept in allen vier Kategorien begeistert und somit das Preisgeld in der Gesamthöhe von 3.000 Euro für sich beanspruchen können. „Herr Kniep hat mit seinem Entwurf den Schwerpunkt auf das Haus und die bunte Vielfalt der Menschen gelegt“, argumentiert SKFM-Geschäftsführer Norbert Baumgarten die Entscheidung der Jury. Bunt, das ist auch das zentrale Thema des Siegerentwurfes von Lothar Kniep. An der Außenfassade des ehemaligen Unternehmensgebäudes sollen bunte Folien angebracht werden. Das Logo wiederum ist abstrakt gehalten, verkörpert aber mit seinen fünf Farbsäulen die einzelnen Vereine, die in dem Komplex künftig gemeinsam ein neues Zuhause finden. „Ich habe lange überlegt, wie ich die Anforderungen miteinander verbinde und habe immer wieder neue Entwürfe entwickelt. Letztlich möchte ich mit dem F im Logo, das natürlich auch für Forum steht, gleichzeitig offene Arme symbolisieren“, beschreibt Lothar Kniep sein Logo, das sich in der Stele, aber auch im Eingangsbereich wiederfinden lässt.

Für die Umsetzung stehen dem Künstler 60.000 Euro zur Verfügung, die größtenteils aus Förderungen bestehen. 8.000 Euro gibt die Stadt Erkrath für das Projekt aus, das losgelöst vom Integrierten Handlungskonzept „Soziale Stadt Sandheide“ initiiert wurde. Für Bürgermeister Christoph Schultz ist das Siegerergebnis  ebenfalls gelungen. „Es wird dem Anspruch gerecht und spiegelt wieder, dass Erkrath eine bunte und vielfältige Stadt ist. Der Gedanke des offenen Hauses gefällt mir sehr gut“, so Schultz bei der offiziellen Preisverleihung am Donnerstagnachmittag. Kniep selbst wird die Arbeiten künftig selbst begleiten. „Die Zusammenarbeit findet teilweise mit Erkrather Unternehmen statt“, erklärt er. Wann der Startschuss für die Fassadenarbeiten fallen soll, möchte Norbert Baumgarten aber noch nicht zeitlich festsetzen. Währenddessen kann Lothar Kniep die Zeit nutzen und mit seinem neuen Pedelec durch Erkrath fahren. 2Denn das habe ich mir von meinem Preisgeld gegönnt“, berichtet er lachend.

Wissenswertes: In das Forum Sandheide werden der TSV Hochdahl, sowie die Tafel Erkrath, das IKZ, Die Werkstatt und der SKFM einziehen. An der Juryentscheidung waren Künstler Wolfgang Sendermann sowie Kornelia Frotz beteiligt. Letztere hat sich um die Vor- und Nachbereitung des Ausschreibens gekümmert. Beide wurden im Zuge der Preisverleihung mit einem Blumenstrauß für ihre unabhängige Beteiligung geehrt.

2 Kommentare

  1. Lieber Lothar, endlich wird Erkrath noch bunter. Alleine durch die NeanderArtGroup ist Erkrath ja schon sehr bunt, aber durch Deinen Beitrag wird die bunte NeanderArtGroup auch nach draußen getragen. Das kann nur eine Bereicherung für Erkrath sein. Ich bin froh Mitglied bei der NeanderArtGroup zu sein und freue mich das die Arbeit eines Mitglieds, nämlich Deine Arbeit lieber Lothar, endlich auch in der Außenwahrnehmung gewürdigt wird. Glückwunsch.

  2. Hiermit möchte ich ausdrücklich der Jury gratulieren, denn mit dieser Preisvergabe hat sie ein feines Gespür für Kunst bewiesen, was nicht jeder Jury gelingt. Herrn Kniep gratuliere ich zu dieser Leistung. Zeigt es doch die Größe eines Künstlers auf, der bisher hauptsächlich durch seine Bilder auffiel.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*