Die Schulsituation in der Coronazeit

Laura Bundschuh, 11 Jahre, Gymnasium Hochdahl

Foto: Laura Bundschuh

Unsere Bürgerreporterin Laura Bundschuh ist 11 Jahre alt und Schülerin am Gymnasium Hochdahl. Sie hat für unsere Leser die Auswirkungen von Corona auf den Schulalltag beschrieben.

Heute ist mein erster Ferientag und ich bin bereits seit drei Wochen zuhause. Aufgrund eines Verdachtsfalls bleiben die Klassentüren des Gymnasiums Hochdahl bereits seit dem 12. März 2020 geschlossen. Zum Glück hatte Frau Reusch, meine Klassenlehrerin, uns alle wichtigen Unterrichtsmaterialien für die Hauptfächer Deutsch, Mathe und Englisch schon einen Tag vorher mitgegeben.

Um nicht aus der Übung zu kommen, erhielten wir über die App ‘Web Untis’ sowie per Mail unsere Wochenpläne mit Aufgaben für alle Hauptfächer sowie für die Nebenfächer Kunst und Erdkunde. Um im Tagesrhythmus zu bleiben, stand ich jeden Morgen um halb neun auf und frühstückte mit meiner Schwester und meiner Mutter, die zur Zeit im Homeoffice arbeitet.

Am Vormittag lernte ich und am Nachmittag war ich viel draußen und beschäftigte mich kreativ. Zum Beispiel habe ich mit meiner Familie ein Bienenhotel gebaut. Dafür waren wir jeden Tag im Wald und haben das notwendige Material wie Tannenzapfen, Schilf und Holz gesammelt. Passen dazu haben wir noch Konserven-Bienen als Nistplätze gebaut. Die Fahrradtouren, Bachwanderungen und das Osterplätzchen backen haben mir besonders viel Spaß gemacht. An unserem ‘#Stay at Home’ Plakat vor der Haustür bleiben jeden Tag viele Leute stehen.

Meine erledigten Hausaufgaben habe ich jede Woche an meine Klassenlehrerin per E-Mail zurück gesendet, um Empfehlungen für die Verbesserung zu bekommen. Das hat sehr gut geklappt und es ist mir leicht gefallen, da ich mich bei Fragen immer an meine Mutter wenden konnte.

In den ersten paar Tagen habe ich mich viel mit meinen Freunden verabredet, bevor dann das Kontaktverbot eintrat. Die Schule und meine Freunde vermisse ich mittlerweile sehr. Jedoch muss ich feststellen, dass mir die Auszeit auch extrem gut tut. Ich habe nun Zeit für Dinge, die ich sonst nie machen konnte.

Ich hoffe, dass es nach den Osterferien wieder mit der Schule los geht, bleibt bis dahin alle gesund,

Laura Bundschuh, 11 Jahre.

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