Die Metamorphose des KunsTHauses

Mary Niemeyer - Foto: KunsTHaus / Niemeyer

Passender könnte der Titel der ersten Ausstellung in 2021 kaum sein: Metarmorphose. Die erlebt auch das KunsTHaus. Endlich wieder Ausstellungen. Endlich wieder Besucher.

Dieses Mal wird es keine Absage geben. Aufgrund der gesunkenen Inzidenz hat der Kreis Mettmann darüber informiert, dass ab morgen weitere Lockerungen eintreten. Und morgen startet dann auch endlich die erste Ausstellung des KunsTHauses in diesem Jahr. Passender Weise trägt die Ausstellung mit Werken von Mary Niemeyer den Titel Metarmophose. Die Künstlerin sagt über ihre Werke:

„Ich versuche meine Intentionen und Impressionen durch meine Fotos und Bilder auszudrücken und darzustellen. Kunst ist das Ergebnis eines kreativen Prozesses. Das Ergebnis meines Suchens und Findens ist die Realisierung meiner Bildserie Metamorphose.
Unsere Welt ist voller Wunder. Man muss nur genau hinsehen.
Und dann entzündet sich auch an den unansehnlichsten Elementen eine Welt voller Schönheit und Ausdruckskraft.
Artefakte des Verbrauchs, der Nutzlosigkeit, des Aussortierens und des Wegwerfens schaffen durch Farbe neue lebendige visuelle Faszinationen und verlieren ihre Vergangenheit.“

Wir haben für Euch vor der Eröffnung herein geschnuppert …

Auch wir waren lange nicht im KunsTHaus und haben uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen, vor Ausstellungseröffnung mit der Künstlerin zu sprechen und ein paar Eindrücke mitzunehmen.

Unsere Welt ist voller Wunder. Man muss nur genau hinschauen …

Das hat Mary Niemeyer 2017 auf ihren Wanderungen, auf denen sie vom Alltag abschaltet, getan. Zuerst nur auf die schönen Dinge, die einem am Wegesrand begegnen. Mit allen Sinnen hat sie aufgesogen, was ihr begegnete, hat Lauten der Natur zugehört, hat den Geruch aufgenommen und hingeschaut. Immer mit dem Fotoapparat unterwegs hat sie Eindrücke festgehalten und dann war da eines Tages die rostige Schraube am Wegesrand. Gezeichnet vom Zahn der Zeit, alt und rostig und doch in ihrem Dasein mit einer eigenen Schönheit, einem eigenen Wert ausgestattet. Es war der Beginn einer neuen Beziehung zu den Dingen. „Wie mag die schmutzige und rostige alte Schraube aussehen, wenn man ihre ganz eigenen Farben hervorhebt?“, war einer ihrer Gedanken. Das war 2018 und die Schraube war nur der Anfang. Entstanden ist daraus seit 2019 eine ganze Serie von zu neuer Schönheit erweckten alten und maroden Dingen geworden, von denen eindrucksvolle Detailaufnahmen entstanden sind. Auf den ersten Blick würde der Betrachter kaum darauf kommen, wo die Aufnahmen entstanden sind und welche ‚große Ganze‘ sich hinter dem Detail verbirgt. Mary Niemeyer bringt die vergessenen Dinge zum Leuchten.

Wie ‚Phoenix aus der Asche‘ strahlen die in Acrylglas gefassten Fotos unterschiedlicher Gitter einer Brandruine. Mary Niemeyer nennt sie schlicht ‚Gitter Serie‘.

Aus der Serie ‚Holz und Blech‘

Wo man diese Details unterwegs entdeckt, lassen Sie sich am besten von Mary Niemeyer in der Ausstellung erklären. Wir wollen ja nicht alles verraten…

Am Samstag, den 12. Juni 2021 um 15 Uhr öffnet das KunsTHaus mit Mary Niemeyers Ausstellung Metamorphose erstmals in diesem Jahr wirklich wieder seine Türen für Besucher. Mit den ab heute geltenden Lockerungen können fünf Besucher gleichzeitig die Ausstellung besichtigen. Ein negativer Test ist nicht notwendig. In den gut durchlüfteten Räumlichkeiten herrscht Maskenpflicht und es wird um Einhaltung des notwendigen Abstands zu Personen auch anderen Haushalten gebeten.

So wie Mary Niemeyer selbst unterwegs mit allen Sinnen aufnimmt, was ihre das Leben auf dem Weg präsentiert, dürfen sich auch die Ausstellungsbesucher auf eine Ausstellung freuen, die neben einem Erlebnis für die Augen leise Klänge anschlägt und mit einem harmonischem Duft betört.

Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht.

Jean Anouilh, franz. Autor

METAMORPHOSE

Die Verwandlung von Schrott.
Farbe schenkt Industrie-Schrott neues Leben.
Überdeckt Nutzlosigkeit und Morbidität.
Schafft neue Strukturen und eine eigenständige
ästhetische Dimension.

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