DIE LINKE ruft zur Teilnahme an Klima-Demo auf

DIE LINKE Erkrath

Symbolbild Braunkohle: jplenio/ Pixabay

“Seit vergangenem Freitag ist der Kompromiss über den Kohleausstieg in Deutschland dahin. Im Ausstiegsgesetz der Bundesregierung werden viele Empfehlungen der so genannten Kohlekommission nahezu ignoriert”, so die Mitglieder von Die Linke, Erkrath.

Unter dem Motto „Kohlestopp statt Ausstiegsflop“ hat ein Klimabündnis aus Friday’s for Future, BUND, Ende Gelände und vielen anderen für den morgigen Freitag, 10. Juli, 15 Uhr zu einer Demo in Düsseldorf aufgerufen. “Wir unterstützen die Forderungen des Klima-Bündnisses eines Kohleausstiegs bis spätestens 2030, der sofortigen Abschaltung von einem Viertel der Kohlemeiler, dem Stopp des Abrisses weiterer Dörfer sowie der sofortigen Änderung des Kohleausstiegsgesetzes”, heißt es in einer Pressemitteilung. DIE LINKE in Erkrath ruft deshalb dazu auf, sich an der Demonstration zu beteiligen.

Gemeinsame Anreise ist morgen 14.16 Uhr ab Millrath, 14.18 Uhr ab Hochdahl und 14.21 Uhr ab Erkrath mit der S8.
„Die Kohle ist schon lange ein umweltschädliches Auslaufmodell, das seit Jahren schon viele Steuergelder kostet. Angesichts der Tatsache, dass die erneuerbaren Energien in der ersten Hälfte dieses Jahres bereits mehr als die Hälfte der Nettostromerzeugung geliefert haben, ist vollkommen unverständlich, warum der vollständige Ausstieg aus der Kohle noch weiter hinausgezögert wird“, erklärt Daniela Lajios, Stadtrats-Kandidatin für die LINKE in Erkrath.

„Das geschieht auf Kosten der Zukunft der jüngeren Generation. Statt, dass die Kohlekonzerne, allen voran RWE, mal zur Zahlung angemessener Abgaben für die großflächige Zerstörung von Landschaft, fruchtbaren Ackerböden und Dörfern sowie die Ausbeutung von der Allgemeinheit gehörenden Rohstoffen verdonnert werden, sollen ihnen auch noch Millarden an Euro für den Ausstieg in den Rachen geworfen werden“, empört sich Markus Lenk, Stadtratskandidat für DIE LINKE in Erkrath.

„Der Kohleausstieg muss schneller kommen. Das 1,5-Grad-Ziel von Paris ist sonst in Gefahr. Hinzu kommt: Tausende Jobs in der Windenergie-Branche sind bereits verschwunden. Das ist irrwitzig. Wir müssen jetzt in die Solar- und Windenergie investieren, um dem Klima-Abkommen von Paris gerecht zu werden. Dabei würden ganz nebenbei zehntausende neue Jobs entstehen. Die Menschen, die jetzt bei RWE arbeiten, müssen also keine Angst vor Arbeitslosigkeit haben. Wer allerdings jetzt immer noch auf Aktien von RWE setzt, der ist nicht nur Kapitalist, sondern auch ein Menschenfeind, denn er macht Gewinn auf Kosten seiner Kinder und Enkelkinder – und das im wahrsten Sinne des Wortes“, so Lajios und Lenk abschließend.

Wissenswertes: Start der Demo ist am Freitag, 10. Juli 2020, um 15 Uhr am IHZ Park, Warschauer Straße, nahe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs. Zwischenkundgebungen SPD NRW, Werdener Str. 4; CDU NRW, Wasserstraße 6, Abschlusskundgebung: Landtag NRW.


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