Der Stadtgutschein kommt

Screenshot Seite erkrath-gutschein.de

In wenigen Wochen soll in Erkrath der Stadtgutschein an den Start gehen. Das berichtete Wirtschaftsförderin Sarah Harden im gestrigen Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung.

Bereits im August vergangenen Jahres sprachen sich die Ausschussmitglieder für den Gutschein aus, der die lokalen Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister unterstützen soll. Mittlerweile hat sich ein externer Anbieter mit dem Konzept beschäftigt und für Erkrath eine Plattform geschaffen, die in vier bis sechs Wochen funktionieren sollte. Aufrufbar ist die Seite erkrath-gutschein.de aber schon jetzt. Und auch die ersten teilnehmenden Gutscheinpartner, wie beispielsweise das Hotel Garni Unterfeldhaus, Stick und Strick und Eska Optik haben sich bereits für die Möglichkeit ausgesprochen, den Gutschein auch für ihre Angebote einlösen zu können.

Händler können sich eintragen lassen

„Wir befinden uns derzeit in der Kaltakquise und sind dabei die Händler bezüglich des Gutscheins zu beraten“, erklärte Harden im Ausschuss und ergänzte, dass in Zukunft auch Schulungen von dem Gutscheinanbieter angedacht sind. Zunächst wird der Gutschein online käuflich sein, kann dann sowohl ausgedruckt als auch als QR-Code auf das Handy geladen werden. „An welchen Stellen die Gutscheine am Ende analog verkauft werden, wissen wir noch nicht genau. Das muss auch von den Verkaufsstellen buchhalterisch geläst werden“, so Sarah Harden.

Ein Gutscheinkauf ist zwischen zehn und 250 Euro möglich, auch Teilzahlungen sieht das Gutscheinmodell vor. „Das bedeutet, dass man für zwei Euro ein Eis kaufen geht und das restliche Geld an einer anderen Stelle ausgibt“, erklärt die Wirtschaftsförderin. Die SPD wünschte sich in diesem Zusammenhang, dass der neue Gutschein auch auf der Stadtseite sowie auf der neuen Plattform der Wirtschaftsförderung (starke-gemeinschaft-erkrath.de) verankert wird. Ein Vorhaben, das ihm von Verwaltungsseite zugesichert wurde.

30.000 Euro zur Attraktivierung des Gutscheins

Um den Gutscheinkauf interessant zu gestalten, möchte die Stadt Erkrath die Käufe mit Rabattaktionen unterstützen. 30.000 Euro wurden zunächst in den Haushalt eingestellt und gestern von den Ausschussmitgliedern beschlossen. Die BmU hätte sich eine höhere Bereitstellung von 90.000 Euro gewünscht. Der Antrag wurde letztlich von Marcel Stritzelberger (BmU) zurückgezogen, nachdem sich mitunter Kämmerer Thorsten Schmitz gegen die Erhöhung aussprach. „Wir sollten zunächst einmal gucken, wie der Gutschein angenommen wird und können auch kurzfristig innerhalb des Jahres Geld für den Gutschein bereit stellen“, erklärte er. Eine Argumentation, die auch von der CDU und der SPD bekräftigt wurde.

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2 Kommentare

  1. Aktueller Artikel dazu:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article226530555/Corona-Die-Innenstaedte-sind-fast-tot-nur-so-koennen-sie-ueberleben.html

    “Doch um den Schwenk unbeschadet zu überstehen, müssten die Stadtoberen Strukturen umbauen – und auch ihre Denkrichtung verändern.”

    Schön auf den Punkt gebracht. Um Gegenstände zu kaufen braucht es im Internetzeitalter keine Innenstädte mehr. Als Mittelpunkt des öffentlichen Lebens (ohne Kaufzweck/-zwang) mit hoher Aufenthaltsqualität nach wie vor. Hier sollte investiert werden.

  2. Ja, der Erkrath Gutschein wird funktionieren. Genau solange man kostenloses Steuergeld von der Stadt dazu bekommt, dass ansonsten überall anders fehlt. „Wirtschaftsförderung“ mit Ideen aus der Steinzeit frei von Wirtschaftskompetenz wie inzwischen gewohnt bei CDU & SPD.

    Digital -> falsches Medium aufgrund der Bevölkerungsstruktur/ Technologiefeindlichkeit
    Händler -> haben offenbar kein Interesse daran, bevorzugen immer noch Bargeld statt Karte
    Kunden -> tragen das alleinige Risiko der begrenzten Einlösbarkeit ohne echten Mehrwert

    Gerne einfach mal beim völlig gefloppten „Gutschein-Portal“ der Sparkasse nachfragen. Der Einzelhandel in Erkrath wird nicht attraktiver durch Geldgeschenke an die Verbraucher.

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