Corona und die starke Gemeinschaft

546 Gesichtsmasken hat die Nachbarschaftshilfe schon übergeben können, aber immer noch werden viele gebraucht. Foto: LW

Vom Einkaufsservice über das Nähen von Gesichtsmasken bis hin zur Tafelausgabe: Erkrath zeigt sich wieder einmal in starker Gemeinschaft.

Die Kontaktsperre verhindert soziale Kontakte in der Weise, in der wir sie bisher gewohnt waren, lässt aber auch neue soziale Netzwerke entstehen. Die Nachbarschaftshilfe ‘Corona’ gehört dazu und sie macht in diesen Tagen immer wieder die Erfahrung, dass die Erkrather helfen, wenn Hilfe notwendig ist.

Der Bitte der Nachbarschaftshilfe Gesichtsmasken zu nähen, sind viele Erkrather spontan gefolgt. In kurzer Zeit sind so schon 546 Gesichtsmasken genäht worden, die abgegeben wurden oder von der Nachbarschaftshilfe abgeholt wurden. “Fleißig genäht haben viele Erkrather Bürger und der SKFM. Ganz besonders haben wir uns über das Angebot eines syrischen Schneiders aus Wuppertal gefreut”, berichtet Dieter Thelen. Der hatte von der Aktion der Nachbarschaftshilfe ‘Corona’ gehört und spontan beschlossen zu unterstützen. Dazu fehlte ihm noch eine Nähmaschine, die kurzerhand ein Hochdahler Schneider leihweise zur Verfügung stellte.

In der Karwoche wurden dann die ersten selbstgenähten Gesichtsmasken verteilt. Die Not ist derzeit groß und die Entscheidung, wer nun zuerst Masken geschenkt erhält, gar nicht einfach zu treffen. “Wir haben beschlossen, die ersten Masken dem Pflegepersonal zu schenken”, erklärt Thelen die Prioritäten. So habe die Nachbarschaftshilfe ‘Corona’ schon einige Gesichtsmasken an Erkrather Seniorenheime, das Franziskus Hospiz und an einen Pflegedienst übergeben. Außerdem steht eine Tasche mit Gesichtsmasken für die Bewohner der Erkrather Flüchtlingsunterkünfte bereit. Weitere Einrichtungen sollen in den nächsten Tagen folgen.

“Wir haben festgestellt, dass der Bedarf an Gesichtsmasken enorm groß ist. Und so freuen wir uns, wenn sich noch mehr Erkrather Bürger an unserer Aktion beteiligen”, hofft Dieter Thelen auf weitere Unterstützung. “Mittlerweile können wir sogar Nähsets mit Stoff, Nähgarn und Gummiband zur Verfügung stellen. Mit jedem Set können 35 Gesichtsmasken genäht werden.”

Mit dem Nähen der Gesichtsmasken hat sich eine weitere ‘Mangelware’ offenbart. Es fehlt in den Geschäften offensichtlich nicht nur an Klopapier, Mehl und Nudeln, auch Gummilitze, die zum Nähen der Gesichtsmasken benötigt wird, ist nur noch schwer zu bekommen. Deshalb bittet die Nachbarschaftshilfe ‘Corona’ um Spenden ungenutzter Gummilitze, die vielleicht noch in dem einen oder anderen Nähkästchen schlummert. Die sollte möglichst maximal 5-6 mm breit sein.


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