Click & Meet: Eine gute Lösung?

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Symbolbild Shopping: markusspiske/ Pixabay

Seit vergangener Woche dürfen Kunden mit vorheriger Anmeldung, wieder die bisher geschlossenen Einzelhändler der Stadt besuchen. „Click & Meet“ nennt sich das Konzept, das für einen sicheren Aufschwung in den Kassen der Händler führen soll.

Doch wie funktioniert das Shoppen nach Terminkalender in Erkrath? Wolfgang Heß, Inhaber des Kurzwarenfachgeschäfts Knopf und Stoff auf der Bahnstraße, ist nicht sonderlich begeistert. „Viele Kunden waren es nicht, die dieses Angebot bisher angenommen haben“, gibt er wieder. Zwar freuen sich die Kunden, die es tatsächlich in den Laden nach Alt Erkrath schaffen, sehr über ein zwangloses „Stöbern“, der klassische Kundenstrom bleibt jedoch aus. „Ich gehe auch stark davon aus, dass wir in zwei Wochen wieder schließen müssen. Die Zahlen steigen wieder“, mutmaßt der Geschäftsinhaber, der seine Regale noch voller Winterware hat. „Beim Einkauf der Sommerware sind wir vorsichtig, immerhin wissen wir nicht wie die Zukunft aussieht. Das ist alles nicht einfach.“ Telefonisch oder per Mail kann man bei Knopf und Stoff einen Termin vereinbaren. Wenn bei einem Spontanbesuch niemand im Laden ist, dann kann auch mal vor Ort ein kurzfristiger Termin vereinbart werden.

Im Modefachgeschäft Cruse läuft das Click & Meet- Konzept hingegen recht gut. „Neun Kunden dürfen gleichzeitig in den Laden kommen“, berichtet die Marktleiterin, die namentlich nicht erwähnt werden möchte. Eine Stunde haben die Kunden für ihren Einkaufsbummel Zeit. Wenn es das Platzkontingent zulässt, darf gerne auch länger geshoppt werden. „Das entscheiden wir dann spontan“, so die Marktleiterin weiter. Terminvergaben funktionieren im Vorfeld telefonisch.

Bei Gigi-Chic am Hochdahler Markt funktioniert das Konzept ebenfalls. Mit telefonischer Voranmeldung dürfen die Kunden bis zu 45 Minuten nach Herzenslust shoppen. „Wenn der Laden leer ist und jemand steht vor der Tür, dann lasse ich ihn natürlich auch rein“, erklärt Mitarbeiterin Ursula Herbst, die weiß, dass man flexibel sein muss. „Manche Kunden machen einen Termin und sind nach 15 Minuten wieder raus. Dann haben wir Leerlauf.“ Bereits das „Click & Collect“-System, bei dem die Kunden telefonisch Ware bestellt und an der Tür abgeholt haben, lief in dem Damenbekleidungsgeschäft sehr gut. „Wir haben viele Stammkunden, dann funktioniert sowas auch. Mit reiner Laufkundschaft wäre es sicher nicht möglich gewesen“, kann sich Ursula Herbst vorstellen.

Die Meinungen der Kunden sind ebenso gemischt. Sarah Harden hat das Konzept bereits getestet und ist positiv überrascht. „Ich war in der vergangenen Woche einkaufen und es hat super funktioniert“, berichtet die Wirtschaftsförderin der Stadt Erkrath. Und auch über unseren Facebook-Kanal haben wir nachgefragt, wie das Konzept ankommt. Im Netz teilen sich die Meinungen jedoch. Von “Schon gemacht. Gute Sache und entspanntes Einkaufen” bis hin zu “Ich möchte einkaufen gehen wann ich Lust habe” zeigt sich die Spanne der unterschiedlichen Meinungen auf. Während sich die einige Kunden über die Ruhe und die Kunden-leeren Verkaufsräume freuen, ärgern sich andere über ein lückenhaftes Sortiment.

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