BUND gründet Ortsgruppe in Erkrath

(v.l.) Ulrike Schwedler, Alexander Schulze und Christina Görtz bilden den neuen Vorstand der BUND Ortsgruppe Erkrath Foto:tb

„Es ist eine gute Zeit, die BUND Ortsgruppe Erkrath wieder zu aktivieren“, steigt Götz Reinhardt Lederer in die Gründungsversammlung im Naturschutzzentrum Bruchhausen ein. Seit 20 Jahren ist er Sprecher der Kreisgruppe, setzt sich aktiv gegen Flächen- und Energieverbrauch ein. Und so freut es den Initiator, auch in Erkrath wieder eine aktive Gruppe zu gewinnen.

1984 wurde die Ortsgruppe erstmalig gegründet, musste einige Jahre später aber auf Grund fehlenden Interesses eingestellt werden. Dass das Engagement bei den anwesenden Gründungsmitgliedern in der Vergangenheit allerdings nicht aussetzte, verrät der Blick in die Reihen. Ulrike Schwedler beispielsweise ist seit 25 Jahren Mitglied der BUND- Landesgruppe. Die Diplom Geografin setzt sich aktiv für Streuobstwiesen ein. Alexander Schulze ist ebenfalls naturverbunden, gründete den Förderverein Naturschutzzentrum Bruchhausen mit und ist Mitglied des Naturschutzbunds Deutschland (NABU). Und so ist es nicht verwunderlich, dass die beiden engagierten Erkrather gleich in den neuen Vorstand gewählt wurden. Ihnen gesellt sich Christina Görtz zu. „Die Diskussion um den Hambacher Forst hat mich dazu bewogen, auch vor Ort aktiv zu werden“, erinnert sich die zweifache Mutter, die vor einem Jahr dem BUND beitrat.

Welche Aufgaben der neue Vorstand für die Ortsgruppe Erkrath angehen möchte, steht noch nicht fest. Dafür sollen künftige Mitgliedertreffen dienen. Diese könnten monatlich initiiert werden. Auch die Jugend möchte Alexander Schulze mit an Bord nehmen. „Daher müssen wir dorthin, wo die Jugend ist“, schlägt das neu gewählte Vorstandsmitglied vor. Am 6. Dezember werden sich die Mitglieder daher der ersten Fridays for Future- Demo auf Erkrather Boden anschließen. Um 11 Uhr geht es auf dem ehemaligen Postparkplatz an der Bismarckstraße los. Aber auch schriftlich sollen die Mitglieder, die sich aktuell schon in der Ortsgruppe befinden, über die Neuerungen informiert werden.

Als eingetragene Vereine sind lediglich die BUND Landesverbände und der Bundesverband firmiert. Kreis- und Ortsgruppen hingegen laufen als Zusammenschlüsse, die nicht einzeln als Verein angemeldet sind. „Wenn man demnach beim BUND Mitglied wird und in Erkrath wohnt, gehört man automatisch zur Erkrather Ortsgruppe“, erklärt Dieter Donner, der als Sprecher der Hildener BUND Ortsgruppe vertreten ist und den BUND auf Kreisebene im Bauausschuss vertritt. Schon längst kann das naturnahe Engagement nicht mehr ohne politische Unterstützung erfolgen. „Je mehr wir sind, desto größer ist die Chance, dass wir von den Parteien gehört werden“, ist sich Donner sicher. Eine Aussage, der auch Grünen Ratsmitglied Peter Knitsch zustimmt. Er sitzt für seine Fraktion im Umweltausschuss und kennt die „Probleme“ seiner Stadt. „Ich habe die Hoffnung, dass der BUND Erkrath die Vorhaben mit unterstützt“, so Knitsch, der ebenfalls seit rund 25 Jahren BUND Mitglied ist.

Wann das erste Mitgliedertreffen stattfinden wird, wird zeitnah auf unserer Seite nachzulesen sein.

Wissenswertes: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) weist bundesweit über 440.000 Mitglieder auf. Auf Erkrather Boden lassen sich rund 70 Mitglieder finden. Im Juli 1975 wurde der Verein gegründet. Der Hauptsitz ist in Berlin. Eine Jahresmitgliedschaft als Privatperson kostet 60 Euro/ Familienmitgliedschaften kosten 72 Euro.

Gründungsmitglieder und weitere Interessierte Foto:tb

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