Blumen fürs Hospiz

V.l.n.r.: Hospizleiterin Silke Kirchmann, Landrat Thomas Hendele und Silvia Scheffel (Der Blumenfreund) Foto: S. Kirchmann

Jahr für Jahr erfüllt Landrat Thomas Hendele einen ganz besonderen Wunsch. Er spendet regelmäßig übers Jahr Blumen fürs Hospiz.

Für Landrat Thomas Hendele war es die erste Begegnung mit Silvia Kirchmann, die vor einem Jahr die Hospizleitung von Robert Bosch übernahm. Eine gute Gelegenheit sich kennenzulernen und über aktuelle Themen rund ums Hospiz auszutauschen. “Wir freuen uns immer sehr über die Blumen”, bedankte sich die Hospizleiterin für die Spende und versäumte nicht bei dieser Gelegenheit auch noch einmal Silvia Scheffel von ‘Der Blumenfreund’ zu danken, die diese Sträuße bindet und den ersten in diesem Jahr persönlich vorbeigebracht hatte. “Man sieht den Sträußen immer an, dass sie mit ganz viel Liebe gebunden sind.”

Mit zu Besuch waren an diesem Morgen auch Regina Wedding und Marianne Koch, die seit über 20 Jahren die Wunschbaumaktion begleiten und Maria Schlechter-Heims, die im vergangenen Jahr erstmals in die Fußstapfen der Wunschbaum-Organisation getreten ist.

“134 Ehrenamtler sind bei uns aktiv. Davon 30 auf Station und der größte Teil in der ambulanten Versorgung”, antwortete Silke Kirchmann auf die Frage von Thomas Hendele, ob es dem Hospiz an ehrenamtlichen Mitarbeitern mangelt. Auch Empfang des Hospiz oder der Garten leben von der Mitarbeit ehrenamtlich tätiger. “Wir sind im Hospiz nicht vollfinanziert, aber das ist vielleicht auch gut so. Wenn es sich ‘lohnt’ hier tätig zu sein kommen ganz andere Menschen”, sinnierte Silke Kirchmann, denn das Franziskus Hospiz lebe von der Liebe und dem Miteinander der Menschen, die sich hier sinnstiftend engagieren.

Landrat Thomas Hendele erfuhr von den Arbeiten rund um die Erweiterung, von Umbau- und Renovierungsmaßnahmen und von Rückschlägen, die das Hospiz im vergangenen Jahr einstecken musste, als Kupferrohre gestohlen wurden oder als die Heizung ausfiel und die Küche mit dem Wasserschaden kämpfte. Er erfuhr auch von der ungebrochenen Hilfsbereitschaft, die Menschen und Unternehmen dem Hospiz gewähren. “Wir sind in unserer Arbeit auf Spenden angewiesen”, ließ Silke Kirchmann Landrat Hendele wissen, das vieles im Hospiz ohne diese Hilfe nicht möglich wäre.

In diesem Jahr feiert das Hospiz 25-jähriges Bestehen. “Ich erinnere mich noch an die Anfangszeit, an die Vorbehalte, die es vor dem Bau in der Bevölkerung gab. Damals war ich noch Sozialdezernent in der Stadt Erkrath. Deshalb frage ich auch gerne nach, wie sich hier alles entwickelt”, erklärte Landrat Thomas Hendele der nicht mehr ganz so neuen Leiterin. Er besuche häufiger auch Altenheime und man spüre, dass das Thema Tod ‘geschoben’ werde. Das kennt Silke Kirchmann aus dem Klinikalltag. “Im Krankenhaus wird ganz gruselig gestorben”, berichtete sie. Es fehle einfach an Personal, dass die Menschen dort beim Sterben begleiten könne. Für Landrat Hendele das Stichwort. “Die Pflegesituation ist dramatisch”, bestätigte er und berichtete über die Bildungsakademie des Kreises.

Haben sich Zeit zum Austausch genommen: Marianne Koch, Pflegedienstleitung Andrea Jordan, Hospizleiterin Silke Kirchmann, Landrat Thomas Hendele, Silvia Scheffel (Der Blumenfreund) , Seelsorgerin Carola Engel, Maria Schlechter-Heims und Regina Wedding (v.l.n.r.). Foto: S. Kirchmann

Auch von Seelsorgerin und Trauerbegleiterin Carola Engel und Pflegedienstleiterin Andrea Jordan erfuhr Landrat Thomas Hendele an diesem Tag etwas über ihre Tätigkeit im Hospiz. “Ich freue mich immer, wenn ich merke, wie weit über die Kreisgrenzen hinaus unser Hospiz bekannt ist”, erklärte Andrea Jordan. “Das erlebe ich auch. Viele kommen auf Empfehlung zu uns”, bestätigte auch Carola Engel.

Neu ist in diesem Jahr die Einführung der Tagespflege im Hospiz. Auch der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst (AHPB) wird erweitert und eröffnet im Frühjahr ein Büro in der Mühlenstraße in Mettmann, um auch in der Nachbarstadt direkt und barrierefrei erreichbar zu sein.

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