Betreuungszahlen steigen wieder

Symbolbild - Foto: RitaE / Pixabay

1399 Kinder werden in Erkrath insgesamt in einer Kita betreut. Mit Corona kamen die einschneidenden Verordnungen, die zu einer starken Reduzierung des Betreuungsangebotes geführt haben.

Dass die Betreuungszahlen nach den Lockerungen langsam wieder steigen, veranschaulichte Christiane Uhlig- Fachbereichsleiterin Jugend- im gestrigen Jugendhilfeausschuss.

So wurden in der ersten Woche nach dem Lockdown gerade einmal 22 Kinder (1,6 Prozent) betreut. Drei Wochen später waren es schon wieder 49 Kinder (3,2 Prozent), die in die Betreuung gehen konnten. In der vergangenen Woche, acht Wochen nach der ersten Corona-Verordnung, lassen sich über 240 Kinder in den Einrichtungen zählen. „Das macht bereits rund 17 Prozent der Kinder aus“, erklärt Christine Uhlig, die sich in diesem Zusammenhang bei allen Eltern bedankt. „Die Eltern versuchen nach allen Kräften, ihre Kinder selbst zu betreuen. Wenn alle Kinder in die Kita gehen würden, die ein Anrecht darauf hätten, sehen die Zahlen anders aus.“

Einen deutlichen Anstieg der Betreuungszahlen kann die Tagespflege verbuchen. Wurden in der ersten Woche gar keine Kinder betreut, stieg die Zahl über die vergangenen acht Wochen wieder zusehends an. So befinden sich derzeit knapp 80 von insgesamt 296 Kinder (rund 27 Prozent) in der Tagesbetreuung.

Ob auf Grund der aktuellen Entwicklung ein Aussetzen der Sommerferienschließung möglich sei, wollte Marc Hildebrand (CDU) wissen. „Wie kann die Stadt die fehlende Betreuungszeit auffangen?“ Die Nachfrage wurde seitens der Verwaltung bereits an die Einrichtungen weitergeleitet. „Offiziell heißt es jedoch, dass grundsätzlich alles wieder aufgenommen werden soll, wie ursprünglich geplant“, so Christine Uhlig.

Bürgermeister Christoph Schultz wies abschließend darauf hin, wie wichtig die Betreuung von Kindern, gleich aus mehreren Blickwinkeln betrachtet, sei. „Da wäre die Sprachförderung von Kindern, die nicht aus deutschsprachigen Haushalten kommen. Für sie sind diese Wochen eine wahnsinnig lange Zeit“, so Schultz, der sich zudem darum sorgt, dass Kinder in der aktuellen Zeit kein Sprachrohr haben.


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