Beruf mit Sinn und Perspektiven: Pflegefachkraft

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Mit einer Ausbildung an der Evangelischen Pflegeakademie Bergisch Land am EVK Mettmann zur Pflegefachkraft werden
Tag der offenen Tür an der Evangelischen Pflegeakademie Bergisch Land (Screenshot: pflegeschule-mettmann.de)

Ohne sie geht gar nichts: Examinierte Pflegefachkräfte. Sie sind erster Ansprechpartner und Mittler zwischen Arzt und Patient. Alles Wissenswerte über die Ausbildung bietet der ‚Tag der offenen Tür‘ an der Evangelischen Pflegeakademie Bergisch Land.

Das ist neu: Aus der Pflegeschule Mettmann, die nach 12 Monaten Umbau am EVK Mettmann im August wiedereröffnet wurde, wird nun die Evangelische Pflegeakademie Bergisch Land. Darauf haben sich das Evangelische Krankenhaus Mettmann und das Agaplesion Bethesda Krankenhaus Wuppertal geeinigt, die die Pflegeakademie in Kooperation betreiben. Insgesamt 150 Auszubildende können künftig den theoretischen Teil ihrer Ausbildung an der Pflegeakademie absolvieren, während sie die Praxisblöcke bei ihrem jeweiligen Arbeitgeber, einem der beiden Krankenhäuser, absolvieren. Übernahme nach bestandenem Examen garantiert. Auch Wünsche in welcher Abteilung die frisch ausgebildeten Pflegefachkräfte künftig arbeiten wollen, sollen soweit wie möglich berücksichtigt werden. Der Vorteil der verbundenen Ausbildung zwischen Evangelischer Pflegeakademie Bergisch Land und den beiden Krankenhäusern liegt vor allem darin, dass die Auszubildenden die Teams schon zu Beginn ihrer Ausbildung kennenlernen.

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Der Tag der offenen Tür am 22. Oktober 2021

Reinschnuppern in die Pflegeausbildung können alle an der Ausbildung Interessierten am Tag der offenen Tür. Der findet am 22. Oktober 2021 von 13 bis 17 Uhr in der Evangelischen Pflegeakademie Bergisch Land in der Gartenstraße 8 in 40822 Mettmann statt.

In dieser Zeit gibt es in der Pflegeakademie einen Notarzt in Aktion, einen Live-DJ, gratis Currywurst und Pommes, zwei Kurzvorträge rund um die Ausbildung und vieles mehr. Außerdem stellen sich die beiden Krankenhäuser vor, die jeweils Träger der Ausbildung in Mettmann oder Wuppertal sind und die Schulräume können auch gleich besichtigt werden.

Auch Wiedereinsteiger, die mehrere Jahre aus dem Beruf waren, finden Ansprechpartner, die zum Wiedereinstieg beraten können.

Es gelten die 3Gs (geimpft, genesen, getestet).
Besucher unter 18 Jahre können vor Ort einen kostenlosen Schnelltest machen.

Pflege ist überhaupt nicht ‚uncool‘

Die Evangelische Pflegeakademie Bergisch Land ist nach dem Umbau ein hochmodernes Ausbildungszentrum, das auf 700 Quadratmetern Fläche, verteilt über drei Etagen, einiges zu bieten hat. Vier Klassenräume, ebenso viele Gruppenräume, eine eigene Bibliothek, die neben analogen auch digitale Lernmittel bietet und zwei Demoräume bieten optimale Lernbedingungen. Für den ‚Wohlfühl-Effekt‘ gibt es auch noch eine Lounge mit Küchenzeile.

Die Ausbildung startet jeweils im April und im Oktober eines jeden Jahres. Während der Start im Herbst vor allem für die Schulabsolventen des Sommers interessant ist, bietet der Start im April sowohl Studienabbrechern, als auch Umschülern, Berufswiedereinsteigern und vielen anderen die Möglichkeit eine Ausbildung in der Pflege zu beginnen.

„Wir haben Auszubildende von 17 bis 55 Jahre“, freut sich Gabi Hopp, die an der Pflegeakademie unterrichtet. Die Jüngeren würden den Älteren helfen wieder ‚ins Lernen einzusteigen‘, während sie gleichzeitig von der Lebens- und Berufserfahrung der Älteren profitieren. „Aber die Ausbildung ist anspruchsvoll, da sollte sich im Vorfeld jeder drüber klar sein“, erklärt sie. Aus ihrer Sicht empfiehlt sich durchaus ein vorheriges Praktikum, um Einblicke zu gewinnen. Die Zukunftsaussichten und Karrierechancen sind indes mehr als vielversprechend. Arbeitslosigkeit droht Pflegefachkräften nicht. Im Evangelischen Krankenhaus Mettmann gibt es sogar einige Mitarbeitende, die ihrem Arbeitgeber seit 30 Jahren treu geblieben sind. Das spricht für ein gutes Arbeitsklima und Weiterentwicklung ist im Job auch möglich. Etwa in den Bereichen Onkologie, Palliative Pflege, Wundmanagement, Hygiene, Pain Nurse, Endoskopie, Anästhesie und OP, Intensivpflege, Stationsleitung oder Praxisanleiter. Wem das noch nicht genügt, der kann im Anschluss an seine Ausbildung auch studieren: Pflegepädagogik, Pflegemanagement, Pflegewissenschaft.

Die theoretischen Voraussetzungen für die Ausbildung zur Pflegefachkraft sind ein Realschulabschluss oder vergleichbare Abschlüsse. Das kann auch eine bereits erfolgreich absolvierte Ausbildung in einem anderen Beruf sein. Wer im Studium merkt, dass die rein theoretische Ausbildung nicht seine Welt ist, ist vielleicht in einer praxisorientierten Ausbildung in der Pflege genau richtig. Aufgrund der Fachterminologie ist es sinnvoll für Bewerber aus unterschiedlichen Herkunftsländern Sprachkenntnisse in der deutschen Sprache auf C1 Niveau mitzubringen, vorausgesetzt wird B2. Wichtig sind auch die Freude daran im Team und mit Menschen sowie im Schichtdienst zu arbeiten.

Die Evangelische Pflegeakademie Bergisch Land ‚im Bild‘

Das wartet in der Ausbildung auf die künftigen examinierten Pflegefachkräfte

Die Ausbildung dauert insgesamt drei Jahre und beginnt mit einem Orientierungseinsatz von 400 Stunden im Ausbildungskrankenhaus. Zwischen den schulischen Blöcken durchlaufen die Auszubildenden in den ersten zwei Jahren ihrer Ausbildung drei Pflichteinsätze von jeweils 400 Stunden, die in der stationären Akut- und Langzeitpflege und in der ambulanten Akut- und Langzeitpflege absolviert werden. Ein weiterer Pflichteinsatz mit 120 Stunden erfolgt in der pädiatrischen Versorgung.

Im dritten Ausbildungsjahr erwartet die Auszubildenden dann ein Pflichteinsatz von 120 Stunden in der psychiatrischen Versorgung. 500 weitere Stunden dienen der Vertiefung eines Pflichteinsatzes. 80 Stunden können in der Pflegeberatung, Rehabilitation oder Palliativpflege absolviert werden. Die verbleibenden 80 von insgesamt 2500 praktischen Ausbildungsstunden stehen zur freien Verteilung im Versorgungsbereich des Vertiefungseinsatzes zur Verfügung.

Für Praxiseinheiten, die das Ausbildungskrankenhaus nicht bieten kann, stehen Kooperationspartner bereit. An der Evangelischen Pflegeakademie Bergisch Land absolvieren die Auszubildenden in den drei Ausbildungsjahren insgesamt 14 Blöcke, die jeweils 6 Wochen Unterricht mit 38,5 Wochenstunden umfassen. Zum Ende der Ausbildung hin werden die Auszubildenden auch für insgesamt 80 bis 120 Stunden in die Nachtschichten des Ausbildungskrankenhauses eingeteilt, um auch diesen Teil der Arbeit kennenzulernen. Am Ende der Ausbildung steht die Prüfung mit einem praktischen Teil, drei schriftlichen und drei mündlichen Prüfungen.

Die Ausbildungsvergütung beträgt zurzeit brutto:
1. Jahr 1.165,69 € | 2. Jahr 1.227,07 € | 3. Jahr 1.328,38 €

Ab dem 1. April 2022 steigt die Ausbildungsvergütung auf brutto:
1. Jahr 1.190,69 € | 2. Jahr 1.252,07 € | 3. Jahr 1.353,38 €

Hinzukommen Schichtzulagen und Berufskleidung (ohne Schuhe).

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