Begegnungsstätten sehnen sich Eröffnung herbei

Die Türen zur Begenungsstätte müssen weiterhin geschlossen bleiben Foto: Tanja Bamme/ Archiv

Begegnungsstätten für Senioren befinden sich noch immer in Corona-Pause. „Wir fallen durch das Raster. Wir sind keine Altenheime, aber auch keine Gastronomien“, zeigt sich Monika Thöne von der Caritas- Begegnungsstätte an der Gerberstraße ratlos.

Heute sollen Gespräche innerhalb der Liga der Wohlfahrtsverbände stattfinden. „Danach müssen die Träger überlegen, wie eine Wiedereröffnung aussehen könnte“, so die Einrichtungsleiterin, die ihre zahlreichen Besucher sehnsüchtig vermisst. Plauderstunden am Telefon haben nicht die erhoffte Resonanz hervorgerufen. „Dafür bin ich mir sicher, dass der Austausch innerhalb der Familie und der Nachbarschaft sehr gut funktioniert hat“, zeigt sich Monika Thöne optimistisch. Als wahren Erfolg verbucht sie die Nachbarschaftshilfe Corona. 16 Vereine und Organisationen haben sich dem Netzwerk angeschlossen, darunter auch die Caritas. „Wir haben gemeinsam Großartiges geleistet und dieser Zusammenschluss wird auch nach Corona bestehen bleiben.“

Zu wenig Platz für Gruppenangebote

Um den Sicherheitsabstand in den Räumen an der Gerberstraße zu gewährleisten, passen in den größten Saal maximal zehn Personen. „Zu wenig, um wieder in die Gruppenarbeit einzusteigen“, schätzt Monika Thöne, die eher von einer 1:1-Betreuung ausgeht. Seit 14 Tagen klopfen ihre Besucher wieder vermehrt an die Begegnungsstätten-Tür, der Wunsch nach einer Wiedereröffnung ist groß. „Ich bringe einen regelmäßigen Newsletter raus, der über alle Neuerungen informiert.“ Mehr Kontakt ist aktuell nicht möglich, schließlich gehören beinah alle Besucher, aber auch die Ehrenamtler der Einrichtung zur Risikogruppe. Dass eine Wiedereröffnung im Mai ausgeschlossen ist, soviel kann Monika Thöne bereits jetzt verraten. „Es wird eher auf Ende Juni hinauslaufen.“

“Mir fehlen die Umarmungen”

Dass nach der Krise wieder nahtlos in die Seniorenarbeit eingestiegen werden kann, dessen ist sich Monika Thöne sicher. „Ich glaube nicht, dass uns die Menschen in der Zeit verloren gegangen sind. Es fanden auch untereinander schöne Vernetzungen statt.“ Der gleichen Meinung ist auch Silke Dietz von der AWO-Begegnungsstätte im Bürgerhaus Hochdahl. „Unsere Besucher lechzen danach, dass wir endlich wieder öffnen“, ist sich die Einrichtungsleiterin sicher.  Einmal im Monat bringt sie einen Flyer mit Gedächtnistrainings, Neuigkeiten und Sporttipps heraus. Stets in Kooperation mit anderen Organisationen, wie etwa den Johannitern. „Die ersten 200 Flyer wurden bereits von Ehrenamtlern verteilt, die Resonanz war durchweg positiv“, freut sich Dietz, die diesen Weg dazu nutzt, mit ihren Senioren in Kontakt zu bleiben.

Leiterin der Senioren Begegnungsstätte im Bürgerhaus Hochdahl: Silke Dietz – Foto: RG

„Mir fehlen die Umarmungen, die Gespräche und das Miteinander“, so Silke Dietz, die täglich mehrere Senioren ihrer Einrichtung telefonisch kontaktiert. Die Corona- Zwangspause hat sie hingegen dazu genutzt, die Räume für eine Wiedereröffnung auf Vordermann zu bringen. „Wir sind bereit, es kann gerne wieder losgehen!“


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