Aussaat zum Welttag der Bienen

Renate Späth, Vorsitzende FöVe Bruchhausen, Sara Willwerth, Mitglied Rotary Club Hilden-Haan-Erkrath, Karin Blomenkamp, Leiterin Naturschutzzentrum Bruchhausen, und Lars Busch, Initiator „Hochdahl – schön bunt“.(v.l.) Foto: Susann Krüll

Am 20. Mai ist „Welttag der Bienen“. Auch am Hochdahler Markt wurde dieser Tag mit einer gemeinsamen Aktion des Rotary Club Haan-Hilden, dessen Stiftung und des Naturschutzzentrums Bruchhausen begangen.

Karin Blomenkamp, Leiterin der Einrichtung in Hochdahl, hatte ihr markantes Lastenfahrrad vor der Buchhandlung Werber geparkt, um neben Informationen auch Tütchen mit Samen zu verteilen und somit mehr Insekten-freundlichen Blumen in ganz Erkrath zu pflanzen. Unterstützung erhielt sie dabei von Lars Busch. Der Initiator und seine Mitstreiter von „Hochdahl – schön bunt“ haben entlang der Schildsheider Straße bereits gezeigt, wie sich nicht eben ansehnliches, so genanntes „Straßenbegleitgrün“ in bunt-blühende Flächen verwandeln können.

Sara Willwerth, Mitglied des Rotary Clubs, hatte eigentlich gehofft, am „Welttag der Biene“ bereits das Herzstück des „Hochdahler Bienenpfad“ präsentieren zu können: einen umgebauten Kaugummi-Apparat, aus dem dann in Kürze die Blühmischungen gezogen werden können. „Der Umbau ist leider nicht rechtzeitig fertig geworden“, erklärt sie bedauernd, verweist aber schon jetzt darauf, dass es eine Einweihung geben werde, wenn er dann an seinem Standort am Naturschutzzentrum aufgehängt wird. „Der Plan ist, dass Spaziergänger gegen ein kleines Entgelt Tütchen mit lokalen Wildblumen-Saaten daraus ziehen können und diese dann im weiteren Verlauf ihres Spaziergangs überall im Stadtgebiet aussäen sollen“, so die engagierte Unternehmerin.

Stattdessen verteilte das Kleeblatt, zu dem auch Renate Späth, die Vorsitzende des Fördervereins des Naturschutzzentrums gehörte, diese Tütchen samt dem Infoblatt an die Marktbesucher. Auf diesem wird „Der Hochdahler Bienenpfad“ beschrieben. „Diese Form von ‚Guerillia Gardening‘ wünschen wir uns im ganzen Stadtgebiet“, erklärt Karin Blomkamp einer Marktbesucherin, während sie ihr das Tütchen mit den Wildblumensamen samt Info-Blatt reicht. Natürlich können die Samen heimischer Wildblumen auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon ausgesät werden, versichert derweil Lars Busch einem weiteren Interessenten. „Hauptsache ist doch, dass Bienen und andere Insekten zukünftig möglichst überall in Erkrath Nahrung finden, um ihre auch für uns Menschen lebenswichtigen Aufgabe, dem bestäuben der Pflanzen, nachgehen zu können“, so das Credo der Organisatoren.

Sollte dann zukünftig auch die Mengen des leckeren, heimischen Honigs zunehmen, den es im Naturschutzzentrum neben anderen Köstlichkeiten wie regionalem Apfelsaft zu kaufen gibt ,ist das ein weiterer, wünschenswerter (Neben-)Effekt dieser außergewöhnlichen Idee.

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1 Kommentar

  1. Was für eine schöne Aktion. Jetzt wünsche ich mir von der Stadtverwaltung, dass sie sich die Aktion ebenfalls zu Herzen nimmt und im öffentlichen Raum statt Eisbegonien bienenfreundliche Blumen pflanzt.

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