Atemschutzmasken und Schutzausrüstung:

IHK Düsseldorf

Foto: Yerson Retamal / Pixabay

IHK Düsseldorf fordert Zentralstelle

Um jetzt den dringend notwendigen, schrittweisen Wiedereinstieg in das Wirtschaftsleben zu ermöglichen, müssen persönliche Schutzausrüstungen und Atemschutzmasken in ausreichender Stückzahl verfügbar sein. Insgesamt besteht in der Industrie ein großes Interesse daran, bei der Eindämmung des Corona-Virus zu helfen. „Das Engagement der Unternehmen muss jedoch noch besser unterstützt werden. Wichtige Informationen müssen gebündelt sein. Insbesondere zu den jeweiligen Ansprechpartnern, den Produktions- und Zertifizierungsstandards, laufenden Beschaffungsprogrammen sowie Börsenplattformen für Schutzausrüstung. Es braucht eine Zentralstelle der Länder”, sagt Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf. Alternativ könne eine vorhandene Kontaktstelle genutzt und mit entsprechenden Ressourcen ausgestattet werden. „Derzeit besteht kein Überblick darüber, wie hoch der Bedarf in den Kommunen und auch im Land insgesamt ist. Ebenso mangelt es an Transparenz zu aktuellen Produktionskapazitäten und zu der Frage, welche Zertifizierungen für die Produktion angesichts der derzeitigen Ausnahmesituation nötig sind“, so Berghausen.

Produktionskapazitäten erhöhen – Zulassung von Schutzausrüstung vereinfachen

Unterscheiden muss man zwischen der notwendigen persönlichen Schutzausrüstung für medizinisches Fach- sowie Pflegepersonal (z. B. FFP-Masken), die strengeren Normen unterliegt, den einfacheren Mund-Nase-Schutzmasken (bekannt als „OP-Masken“), die vor allem Dritte schützen, sowie sogenannten „Community-Masken“, die nicht als Medizinprodukte oder Gegenstände persönlicher Schutzausrüstung gelten. Die IHK Düsseldorf hat vor Ostern einen Aufruf unter ihren Mitgliedsunternehmen gestartet, Produktionskapazitäten zu melden und die Produktion nach Möglichkeit umzustellen, um einen zusätzlichen Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten. Die IHK stellt die gewonnenen Informationen den zuständigen Behörden zur Verfügung. „Einige Unternehmen melden zurück, dass sie sofort umstellen und auch große Mengen an Atemschutzmasken oder Visieren produzieren könnten. Hier hapert es dann aber teils an einer beschleunigten Zertifizierung“, sagt Berghausen. In der Medizintechnik müssten jetzt Produktherstellung und -zulassung schnell an benötigte Stückzahlen und die veränderte Verfügbarkeit von Komponenten angepasst werden. So laute auch eine Forderung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).


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