Apotheken stellen selbst Desinfektionsmittel her

Foto: Wolfgang Wittig, Bärenapotheke

Die Angst vor dem Corona-Virus führt dazu, dass vielerorts Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel vergriffen sind.

Im Internet überbieten sich die Menschen, um sich mit den letzten verfügbaren Artikeln zu versorgen. Dabei kann auch die Apotheke vor Ort Abhilfe- zumindest in der Herstellung von Desinfektionsmitteln- schaffen.

Im Labor der Bärenapotheke am Neuenhausplatz in Unterfeldhaus werden beispielsweise derzeit mehrere hundert Flaschen Desinfektionsmittel hergestellt. „Es ist die Aufgabe der Apotheken, die Menschen vor Ort mit Medikamenten zu versorgen“, erläutert Inhaber Wolfgang Wittig auf Nachfragen der Redaktion. Der Apotheker, der selbst Vater von drei Kindern ist, nimmt die aktuellen Verdachtsfälle sehr ernst, rät aber nicht zur Panik. „Ein gesunder Menschenverstand ist hier gefragt. Man sollte Menschenansammlungen meiden und eventuell auch Einrichtungen für eine gewisse Zeit schließen.“ Regelmäßiges Hände waschen ist ebenfalls eine Vorsichtsmaßnahme, die Wolfgang Wittig präferiert. „Gefährdete Menschen sollten zudem Desinfektionsmittel nutzen.“

Der Fachmann weiß, dass die Apotheken bundesweit eine unglaubliche Arbeit leisten, die nicht mit dem Onlinehandel vergleichbar ist. „Im Internet wird man so schnell kein Desinfektionsmittel erhalten“, so Wittig, der diese Art des Versorgungsmangels im eigenen Labor ausgleichen kann. Die derzeitige Hysterie, die besonders in den sozialen Medien grassiert, beobachtet Wittig in seinen Filialen übrigens nicht. „Natürlich haben auch wir Patienten mit einem angeschlagenen Immunsystem. Eine übermäßige Panik kann ich bei unseren Patienten aber nicht beobachten.“


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