Ärger um Wildblumenwiesen

Lars Busch hat insgesamt drei Infobäume an der Schildsheider Straße aufgestellt/ Foto: TB

23 Wildblumen- und Staudenbeete hat Lars Busch an der Schildsheider Straße angelegt.

Jedes einzelne Wiesengrundstück, das an der Straße zu finden ist, wurde von dem Anwohner einzeln behandelt, planiert, für die Aussaat vorbereitet und letztlich auch bepflanzt. Immer häufiger ärgert sich der Initiator allerdings über unachtsame Personen, die den Beeten auf unterschiedliche Weise schaden.

„Hundekot, Menschen die über die Flächen laufen, kreuzende Fahrzeuge die auf den Beeten ausweichen, Sperrmüll der abgelegt wird und viele weitere Ärgernisse kommen zusammen“, berichtet Busch, der vor wenigen Tagen seinem Frust in den Sozialen Medien Luft machte. „Das ist eine absolute Frechheit, wie unachtsam die Menschen mit diesen Flächen umgehen“, so Busch, der trotzdem nicht aufgeben will. Mit Warnschildern weist er auf die baldigen Blumenflächen hin, drei Informationsbäume erklären zudem das gesamte Projekt. „Es wurden nicht nur Beete angelegt, gemeinsam mit weiteren Anwohnern habe ich auch überirdische und unterirdische Bienenhotels gebaut“, erklärt Lars Busch, der ein gesamtheitliches Biotop geschaffen hat.

Gesucht werden Blumenbeet-Paten

Die gesamten Grünflächen wurden von dem Initiator als Grünpatenschaften von der Stadt übernommen. Obwohl Busch selbst relativ mittig auf der Schildsheider Straße wohnt, kann er trotzdem nicht alle Flächen überblicken. „Es wäre daher schön, wenn sich Paten für einzelne Beete finden würden“, hofft er und ergänzt: „Es würde ja schon reichen, wenn direkte Anwohner die Fläche im Auge behalten und informieren, wenn etwas kaputt gemacht wurde.“ Zunächst hat sich Lars Busch mit einzelnen, kleinen Zäunen um die bearbeiteten Flächen aushelfen wollen. „Davon stehen aber nicht mehr alle. Dann bin ich dazu übergegangen, kleine Steinhaufen als Grenzen aufzuschütten. Doch auch diese sind mittlerweile schon wieder teilweise umgefahren worden. Ich versuche es jetzt mit einzelnen Grenzsteinen, das ist die letzte Idee die ich hab.“

Die Vorfreude ist groß

Trotz all dem Ärger freut sich Busch schon jetzt auf den bevorstehenden Frühling. „Dann können alle Leute das bunte Ergebnis sehen“, so Busch der hofft, dass dem Projekt dann mehr Wertschätzung entgegengebracht wird. “Die Wiesen für den Frühling vorzubereiten ist für mich kein einmaliges Vorhaben. Ich möchte das jetzt jedes Jahr wiederholen. Und wenn die Warnschilder 100 Mal umgetreten werden, dann stelle ich sie 101 Mal wieder auf.”

Wissenswertes: Interessierte Blumenbeet-Paten können sich per Mail (hochdahl.schoen.bunt@gmx.de) an den Initiator wenden. Der Fortschritt des Projektes sowie weitere Informationen lassen sich auf dem Facebook-Kanal “Hochdahl-schön bunt” nachlesen.

Auf den Flächen lassen sich mehrere unterirdische Bienenhotels finden/ Foto: TB
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